Aktuelle Hinweise  

Aktuelle Trainingsaktivitäten:

Rennrad: bei gutem Wetter dienstags und donnertags 14 Uhr am Bahnhof

samstags 13 Uhr bei "Lebus" /Reh oder nach Absprache

MTB-Ausfahrt mittwochs 18.30 und samstags 14 Uhr

Hallentraining montags 18.30 - Adler-Halle

Wichtige Termine:

Samstag, 16.12.17 Wanderung ab Adler zum Weihnachtsmarkt Letmathe

Sonntag, 31.12.17 Silvestertour zum Mesekendahl - 13 Uhr ab Adler  

Weitere Termine - siehe Hauptmenü "Termine 2017"!

 

Link zu unserem Hauptverein: ATS-Nahmer

 

 

   

Klaus Jörges - ein Kämpfer ohne gleichen!!!

Klaus Jörges hatte ein außergewöhnliches Rennerlebnis, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Lest selbst, wie er es erlebt hat!

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Bei optimalen Bedingungen starteten die knapp 150 Starter beim 2-h-Rennen am Harkortberg.
In diesem Jahr wurde die Strecke auf einem knapp 10 km langen Rundkurs mit entschärfter Startrunde ausgetragen.
Die Strecke war sehr anspruchsvoll im Sägezahnprofil mit jeweils kurzen knackigen Anstiegen, rasanten Singletrails und schwierigen Abfahrten. Also genau mein Ding!

 

In Abwesenheit vom verletzten Erhard Becker startete ich in vorderster Linie mit seinen direkten Trophy Konkurrenten Frank Furländer und Mustafa Jannan.
Insbesondere Furländer, der frisch gestählt aus einem zweiwöchigen Österreich-Trainingslager antrat, merkte man an, dass er auf Sieg fahren wollte.
In der ersten Runde war ich überrascht, welch außergewöhnlich gute Beine ich erwischt hatte, mein Abstand auf Furländer nach den Anstiegen stieg zwar auf ca. 40 Meter jeweils an, die konnte ich in den Abfahrten aber immer wieder aufholen. Somit war mein Ziel klar gesteckt. "Da bleibst du dran!"

Doch es sollte anders kommen. Auf einer schwierigen Wurzelpassage gegen Ende der 1. Runde verrutschte meine Brille und ich griff instinktiv danach und wusste in diesem Augenblick, was ich falsch gemacht hatte.

Ich flog im hohen Bogen über den Lenker und landete mit dem Gesicht im Dreck. Dementsprechend sehe ich momentan aus. Die Nackenwirbel knackten und ich sah erstmal Sternchen, wie im Fix und Foxi Heft.
Nachdem ich eine Weile benötigte, um mich zu sortieren, bemerkte ich, dass das Schaltauge verbogen und der Umwerfer kaputt war. Es gelang mir nicht die Angelegenheit zu reparieren, zumal der
Schaltungszug auch nur noch an einem Faden hing. Außerdem war meine Brille zerstört und die Hauptschnalle an einem Schuh abgerissen.
Vor Wut schmiss ich mein Fahrrad in das Farnkraut. Nachdem alle Teilnehmer an mir vorbei gefahren waren, packte mich der Ehrgeiz und ich holte "den Oliver Kahn" raus.
Wer nicht kämpft hat schon verloren! Also ging es mit blutiger Nase, diversen Hautabschürfungen und anfangs noch drei Gängen, später als reines Singlespeedfahrrad auf die Aufholjagd.

Einen Teilnehmer nach dem anderen konnte ich einholen. Die Anstiege immer im dicken Gang im Stehen oder laufend. Auf den wenigen Geraden fehlte mir das große Blatt, so dass ich wieder Zeit verlor und bergab fuhr ich in gewohnter Manier als Husarenritt nach dem Motto:  Wer bremst ist feige!


Als ich in der 4. Runde plötzlich Konkurrenten einholte, die sonst zeitgleich mit mir ins Ziel kommen, hatte ich vor Glück Tränen in den Augen und ging 2 Minuten vor Zeitlimit noch in die 5. Runde.

Mein bester Fan Uwe Carius jubelte mir noch auffordernd zu. Vielen Dank Uwe!
Die Mühen lohnten sich. Ich konnte noch mehrere Konkurrenten einholen. Darunter auch den starken Aylienzfahrer Oliver von der Ley, der in der Vergangenheit immer durch vordere Plätze in der Seniorenklasse II aufgefallen war. An einem steilen Anstieg stand der anfangs erwähnte Jannan mit Krämpfen. Da konnte ich nur drüber grinsen. Wegen des dicken Blattes hatte ich in der letzten Runde bei jedem Tritt einen kleinen Krampf. Doch heute war mir das egal.

Am Ende konnte ich Furländer nicht mehr schnappen und wurde zu meiner Überraschung aber noch 3. der starken Senioren Klasse III,  hinter Furländer.


Bei der Siegerehrung stand ich mit Gänsehaut auf dem Treppchen. Dieser 3. Platz ist mehr wert als ein Sieg ohne Sturz mit intaktem Fahrrad.


Welch ein Tag!


Heute habe ich vom Sturz ein Schleudertrauma (steifen Nacken) und sonst tut auch alles weh.. Doch der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt.

   
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