Aktuelle Hinweise  

Aktuelle Trainingsaktivitäten:

Rennrad: bei gutem Wetter dienstags und donnertags 14 Uhr am Bahnhof

samstags 13 Uhr bei "Lebus" /Reh oder nach Absprache

MTB-Ausfahrt mittwochs 18.30 und samstags 14 Uhr

Hallentraining montags 18.30 - Adler-Halle

Wichtige Termine:

Samstag, 16.12.17 Wanderung ab Adler zum Weihnachtsmarkt Letmathe

Sonntag, 31.12.17 Silvestertour zum Mesekendahl - 13 Uhr ab Adler  

Weitere Termine - siehe Hauptmenü "Termine 2017"!

 

Link zu unserem Hauptverein: ATS-Nahmer

 

 

   

Einrolltour

Montagmorgen 04:45 Uhr wieso klingelt der Wecker, warum jetzt,
wieso nicht später?
Gerade war es doch noch 20:20 Uhr der Tatort fing gerade an,
egal raus aus der 1,92 Meter-Liege-Position.
Ich schwinge mein Bein aus dem Bett und da wurde mir schlagartig bewusst,
die Einrolltor des ATS-Nahmer lag hinter mir.

 

 

 
Wie schon in den letzen Jahren auch,
richtete der ATS-Nahmer eine 2 Tages Ausfahrt am Saisonanfang aus.
In diesem Jahr sollte das reizvolle Tecklenburg Ziel der Anstrengungen sein.

Für die Planung der Tour meldete sich Andreas M. ......freiwillig.

Die Unterkunft war schnell ausgemacht, Andreas hat diese schon einmal erwandert.
Für die Strecke holte er sich Hilfe bei Andreas G. (der 3G Mann, Garmin General Gerbi)
der sich mit der Planung an Karte und Kompass auskennt.
Von den Beiden wurden mehrere Varianten für die Hin- und Rückfahrt ausgearbeitet,
um auf die eventuellen im April vorherrschenden Wetterkapriolen reagieren zu können.
Am Samstag den 20.04.2012 zw.07:30 Uhr und 07:50 Uhr trafen sich die Teilnehmer
am Stammsitz des Vereines, der Adlertunhalle,
um das Gepäck in den gemieteten Besenwagen zu verstauen.
Pünktlich um 08:00 Uhr sollte die Reise starten,
dies wurde allerdings durch einen schönen heftigen Regenschauer vereitelt.
Dank der modernen Technik, wurde sogleich eine Online-Regenradar-Vorschau
aus dem www. (WorldWideWeb) gesichtet und es wurde beschlossen,
den „kleinen“ Schauer abzuwarten.
Gegen 08:22 Uhr konnten wir dann Wetterfest gekleidet,
bei etwa 7Grad Außentemperatur und nassen Straßen, starten.
Ins Auge gefasst hatten wir die lange Tour nach Tecklenburg, also so etwa 190 Km.
Die Anreise führte über Schwerte, an Werl vorbei.
Kurz vor Lippstadt dann über Lippetal auf Oelde zu Richtung Norden.
In Oelde gastierten wir gegen 12 Uhr bei Bäcker Birkholz um uns ein paar Kalorien zuzuführen.
Auch wenn Helmut mit einem breiten Grinsen meinte:
“ Wir sind doch gerade erst losgefahren!“ kam uns der Stopp sehr gelegen.
Warendorf wurde danach westlich liegen gelassen und es ging Richtung Harsewinkel.
Von dort bis Borgholzhausen um dann einen westlichen Kurs auf Tecklenburg einzuschlagen.
Die Anreise wurde durch kurze kleinere Regenschauer begleitet,
die uns aber nicht daran hindern konnten anzuhalten.
Die Streckenführung war vorbildlich ausgearbeitet und führte über viele wenig befahrene
Kreisstrassen mit guten Radfahrbedingungen.
Zur Aufmunterung der Gruppe wurden immer mal wieder die beliebten Ortsschildsprints ausgetragen,
bei denen glücklicherweise niemand zu Schaden kam.
Gegen 14 Uhr wurden wir durch einen massiven Hagelschauer gezwungen
auf einem Bauernhof Schutz zu suchen.
Nach etwa 10 Min war der Spuck vorbei, die Strasse richtig nass und wir konnten weiterfahren.
Bei solchen Straßenverhältnissen ist der Hintermann froh,
wenn der Vordermann ein Schutzblech montiert hat.
Für unsere nächste Tour sollten entweder alle ein Schutzblech haben, oder die,
die „Ohne“ fahren müssen sich hinten einreihen.
Etwa 6 Km vor dem Etappenziel schaffte es eine 3köpfige Ausreißergruppe,
durch eine klitzekleine List,
sich vom Hauptfeld zu lösen um die ca. 4 Km lange Bergankunft nach Tecklenburg
unter sich ausmachen.
"Das Hauptfeld war nicht in der Lage diesem überraschendem Angriff
und dem mörderischen Tempo der Ausreißer etwas entgegen zusetzen"
und so konnte sich am Ende Christian klar behaupten. Glückwunsch.
Kurzfristig wurde überlegt, dass Ortschild „Teckelenburg“ abzumontieren
und im heimischen Keller zu deponieren.
Nach einer kleinen Stadtrundfahrt durch diesen wunderschönen Ort,
kleine Fachwerkhäuser mit kleinen aber feinen Geschäften,
ordentlicher Gastronomie, einem schönen Kopfsteinpflaster und verwinkelten
engen Gassen konnten wir gegen 16 Uhr unsere Hotelzimmer beziehen.
Das Hotel erwies sich als hervorragendes Tagesziel.
Die Zimmer waren ordentlich, sauber und geschmackvoll eingerichtet.
Die Zeit bis zum geplanten Abendessen hat jeder der Mitfahrer anders verbracht.
Einige sind in die Stadt gefahren, die anderen haben es vorgezogen
es sich auf dem Bett gemütlich zu machen und wieder andere haben die Anreise
bei einer Flasche mitgebrachtem Rotwein, Revue passieren lassen.
Zwischendurch fiel die Heizung in einem Gebäude aus.
Wie sich später herausstellte, hatte einer der Pedaleure,
(der Name ist der Redaktion bekannt),
sein Gefährt etwas zu nahe an dem Hauptschalter der Heizung im Keller geparkt.
Doch der Schalter wurde schnell vom Hotelpersonal umgelegt
und die nassen Sachen konnten den Trocknungsvorgang fortsetzen.
Zw. 19:00 Uhr und 19:30 Uhr war das Abendessen angesetzt.
Leider wurden die, die pünktlich erschienen, gezwungen auf die zu warten,
die es mit der Pünktlichkeit nicht so wichtig nehmen.
Es hatte den Anschein, dass Andreas bei der Bestellung der Zimmer,
den Hotelier darüber informiert hatte, dass Radfahrer nach etwa 190 Km,
einen doch etwas ausgeprägten Appetit mitbringen werden.
Die Küche hat alles gegeben und sich nicht niederkämpfen lassen,
es wurde solange Fleisch, Gemüse, Kroketten und Pommes nachgeliefert,
bis wir nur noch dankend ablehnen konnten.
Den Nachtisch mussten dann sogar einige verweigern. Respekt, dass kommt nicht oft vor.
Zum Erstaunen aller ging an diesem Abend keiner der „üblichen Verdächtigen“ mehr „Steil“.
Das Wetter, das Essen und die Aussicht auf ein schönes Bett lies alle im Hotel verweilen.
Die gute Stimmung am Sonntagmorgen wurde etwas gedämpft,
als die Vorhänge aufgezogen wurden und das Tecklenburger Unterland
von Nebel und Feuchtigkeit bedeckt war.
Aber erst einmal zu Frühstück, das hebt bestimmt die Stimmung.
Und richtig, auch hier zeigte sich der Küchenchef von seiner besten Seite.
Das Einzige was fehlte, war …... nichts!
Im Angebot waren: Spiegeleier, Rühreier mit Speck, Wurst und Käse in
allen erdenklichen Variationen, toter Fisch, Croissants, Brötchen, Salat,
Quarkspeisen, Schokopudding und und und.
Auch dieses Buffet mussten wir später sich selbst überlassen, Schade.
Bevor wir gegen 09:30 Uhr die Heimreise antreten konnten, wurden noch schnell,
unter den Blicken neidischer Rennradfahrer aus den Niederlanden,
die Räder grob vom Dreck des Vortages befreit
und ein obligatorisches Abschlussfoto vor dem Hotel gemacht.
Und schon ging es los, 12% abwärts, bis ins Tal und dann flach Richtung Heimat.
Nachdem wir die erste Aufwärmphase hinter uns gebracht hatten,
haben wir einen neuen Wechsel ausprobiert.
Grunddisziplin ist 2er Reihe.
Nach etwa 500 – 600 Metern zieht der linke vordere Fahrer nach vorne rechts
vor den Überholten und die gesamte linke Reihe zieht nach vorne,
der letzte hinten rechts rutscht dann nach hinten links und dann immer so weiter.
Das ist eine schöne Alternative zu unserem „normalen“ Wechsel,
da wir in „einer“ Spur bleiben nicht breiter werden und das Tempo gut gehalten werden kann.
Wenn es klappt.
Auch die Rückreise führte durch landschaftlich reizvolle Gegenden und über
unzählige Kreisverkehre, Ampeln waren Mangelware. Tolle Strecke, Danke!
Bis Km 75 kamen wir gut voran und die Fahrt bekam durch Brückensprints und
Ortschildsprints wieder bei allen einen fröhlichen Charakter.
Dies wurde jäh durch einen ordentlichen Regenschauer, kombiniert mit Hagel unterbrochen.
Zum Glück durchfuhren wir gerade den Ort Hiddingsel (irgendwo im Nirgendwo)
mit einer geöffneten Gaststätte. (Kreis Dülmen)
Die Gaststube „Zum alten Sattler“ sollte für die nächste Stunde unser Unterstand sein.
Rosemarie Dörnebrink, die Wirtin, schob kurze Hand die Tische zusammen und erlaubte,
unsere mitgebrachten Speisen zu essen.
Sie versorgte uns mit warmen Kaffee, Tee und anderen frisch gezapften Köstlichkeiten.
Vielen Dank dafür Rosi.
Die mollige Wärme der geheizten Gaststätte machte den Aufbruch zu den letztenetwa 80 km
umso schwerer, da sich die Temperatur draußen merklich abgekühlt hatte. (Gefühlt)
Auf dem Weg nach Waltrop ereilte uns dann ein weiterer Hagelschauer der es in sich hatte.
Sicht fast gegen Null und mächtiger Gegenwind. Die Hagelkörner schmerzten im Gesicht.
Andreas war mächtig angesäuert und wollte sich unterstellen, doch leider gab es nur
zwei (2) Bäume im Umkreiß von etwa 3 Km. Für 20 Fahrer etwas wenig.
Einige haben versucht darunter Schutz zu suchen oder
schnellst möglich Ihre Regenjacken anzuziehen.
Einige sind mit etwa 12 Km/h gegen den Wind weitergefahren.
Nach etwa 800 Metern war der Spuck vorbei, die Strasse trocken und die Sonne schien.
Aprilwetter halt.
Kurz vor Dortmund haben es zwei Akteure (Fischi und Klaus J.) vorgezogen den
Besenwagenfahrer Michael G. nicht mehr so alleine zu lassen.
Die Räder im Heck verstaut und neben dem Fahrer Platz genommen,
ging es bis zur Hohensyburg bequem im beheizten Fahrzeug.
Dies war auch gut so,
denn auf der letzten Bergwertung des Tages wurde noch einmal von allen, alles abverlangt.
Der etwa 2,2 Km lange Anstieg von Kirchhörde zum Vaerstenberg hoch,
lies die letzten verbliebenen Körner schwinden wie den Schnee in der Sommersonne.
Michael T., unser Neuzugang, konnte am Ende mit etwa 20m Vorsprung vor Helmut,
den Berg für sich mit nach Hause nehmen, dritter wurde Thomas. Sauber Männer!
Die Besenwagenbesatzung trennte sich derweil auf der Wittbräucker Str.
Fischi fuhr über Herdecke auf direktem Weg nach Hause.
Alles schien gut, doch im Lennetal ereilte den dann noch Verbliebenen ein Erlebnis der anderen Art.

Es schien als wenn jemand beschlossen hätte, „Ihr kommt nicht zum Adler“.

Der Himmel lies alles fallen was er zu bieten hatte, Regen, Wind und Hagel, Blitz und Donner.
Innerhalb kürzester Zeit war das komplette Feld auf einer Länge von ca. 800m
auseinander gerissen, die Strasse war weiß wie im Winter.
Hier ging es jetzt für alle nur noch ums nackte Überleben, so hatte es den Anschein.
Einzelne hatten erwägt sich flach auf den Boden zu werfen, um nicht vom Blitz getroffen zu werden.
Es war die Hölle so einige Stimmen.
Endlich am Adler angekommen konnten die Anwesenden
dann nur noch über das Geschehen lachen,
denn die Strapazen lagen hinter Ihnen und die Erleichterung nahm Überhand.

Beim Radsport kann nicht immer Kaiserwetter herrschen,
dass ist jetzt nach diesem Wochenende jedem klar und so etwas kann man mitgemacht haben,
aber es kann auch darauf verzichtet werden.
Zum Schluss einen großes DANKE an alle die, die mitgefahren sind.

Und das waren:

Heike, Nadja, Andreas G., Andreas M., Carsten, Christian, Erhard, Gerd, Günter, Helmut,
Karsten, Klaus E, Klaus J., Michael G., Michael T., Peter, Stefan, Thomas, Volker und Fischi
   
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