Aktuelle Hinweise  

Aktuelle Trainingsaktivitäten:

Rennrad: bei gutem Wetter dienstags und donnertags 14 Uhr am Bahnhof

samstags 13 Uhr bei "Lebus" /Reh oder nach Absprache

MTB-Ausfahrt mittwochs 18.30 und samstags 14 Uhr

Hallentraining montags 18.30 - Adler-Halle

Wichtige Termine:

Samstag, 16.12.17 Wanderung ab Adler zum Weihnachtsmarkt Letmathe

Sonntag, 31.12.17 Silvestertour zum Mesekendahl - 13 Uhr ab Adler  

Weitere Termine - siehe Hauptmenü "Termine 2017"!

 

Link zu unserem Hauptverein: ATS-Nahmer

 

 

   

Jens Luenstroth - 1 Jahr ATS Mitglied

Vom Specki zum Treki



Viel zu wenig Zeit für Sport, Bequemlichkeit und jahrelang zu gutes Essen.

Das Resultat: Mal gerade Anfang 30 Jahre jung, aber die Waage zeigt 123 kg.

So konnte es nicht weitergehen.

 

Sein Ziel - mit Sport dem Hüftgold ein Ende setzen.
Aber wie, ohne die Gelenke zu belasten? Mit einem leichten Alu-Mountainbike könnte man doch so langsam mal um den Hengsteysee fahren. Das wäre doch schon ein guter Anfang.

Er betrat den bekannten Radsportladen (nicht Groß, sondern .....). Der Verkäufer wiegelte vorwurfsvoll ab:
"Ein Alu-Mountainbike kann ich Ihnen bei Ihrem Gewicht leider nicht verkaufen. Da geben die Hersteller keine Gewährleistung".

Jens war geschockt und verärgert. Doch genau in diesem Moment kam 
der Wendepunkt in seinem Leben. Das ließ er sich nicht gefallen.

Ab in die nächste Apotheke. Almased gekauft und in einigen Tagen 6 kg weggehungert.
Sein erstes Mountain-Bike hat er dann aber in einem anderen Geschäft gekauft.
So fuhr sich Jens erst mal 1 Jahr locker am See ein. Danach ging es mit ein paar Kumpels auf die ersten Mountainbike - Treks.
Die Pfunde schmolzen dahin. Vor einem Jahr kam er zu uns. Sein sportlicher Ehrgeiz wurde geweckt.

Irgendwann reichten dem sympathischen Familienvater auch nicht mehr die ATS-Trainingsrunden. Der Wettkampf lockte ihn zu weiteren Taten. Weniger um Gegner zu besiegen, sondern einfach aus Spaß an der Freud. Wenn man sieht, an wie vielen Veranstaltungen er teilgenommen hat, erkennt man, dass er den inneren Schweinehund schon längst abgehängt hat:

Ecco indoor Trail Lauf Dortmund, Sks Bike Marathon Sundern-Hagen, Rund um Köln, 10 km Lauf Herdecke, 10km Lauf Schwerte, Black Forest Ultra, Schlaflos im Sattel, Sks Sauerland Marathon Schmallenberg, Hobby Wasserball Turnier,
24 Stunden Rad am Ring, P- weg Marathon, Halbmarathon am Phoenix See, Halbmarathon in Witten.

Als kleine Anekdote gebe ich auszugsweise wieder, wie er mir auf Anfrage sein Erlebnis

 "24 h - Rad am Ring" geschildert hat:

"Mein Freund Chris fragte mich, ob ich Lust hätte bei "24 h Rad am Ring" mitzufahren. Ich bat um 2-3 Tage Bedenkzeit, da ich es erst mit meiner Familie besprechen wollte, zumal ich kein Rennrad(!) besaß. Meine Familie gab das ok. - also: Rennrad kaufen und Chris Bescheid sagen, dass ich mitkomme "24 km und 500 hm, das kann doch nicht so schwierig sein!"


Der Renntag: ...... aber, wenn es runter geht, geht es irgendwann auch wieder rauf: ..Dann durch das Karussell in die hohe Acht hinein mit 17% Steigung - die reinste Quälerei! Eine endlose Fahrt nach oben. Nach der Hohen Acht geht es rauf und runter, wobei ich den Schwung von der Abfahrt jeweils für die Steigungen mitnehmen konnte. Die Gerade Döttinger Höhe fahre ich auch noch ganz entspannt. Über Hohenrain (10%) geht es dann zum Start / Ziel. ... So weit, so gut. Dann begann es zu regnen. Chris war wieder an der Reihe und startete für seine dritte und vierte Runde. Während seiner vierten Runde schüttete es wie aus Eimern. Also habe ich mich für den Wechsel in voller Regenmontur vorbereitet (siehe Bild). So meine dritte Runde in 1 h 6 min. gefahren, aber kaum am Platz, sofort die Regenklamotten gegen die Windjacke getauscht - nicht auszuhalten, die Hitze unter der Montur. ..Ich war bei 96 km und 2000 hm angekommen - so langsam tat es weh beim Fahren!
Nach den paar Stunden Schlaf fühlte ich mich richtig gut! Abgesehen von dem Umstand, dass man durch den Nebel nur eine Sichtweite von max. 5 m hatte, was nachts bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h nicht von Vorteil ist. Dann setzte auch noch ein heftiges Gewitter ein, als ich gerade den Anstieg zur Hohen Acht antrat. Ich war komplett durchnässt....
Am Platz angekommen, wurde ich mit Kopfschütteln, Scheibenwischer-Handbewegungen aber auch anerkennendem Nicken begrüßt, und erfuhr, dass meine Teamkollegen aus dem Wohnmobil (!!!) mir um 3.00 Uhr mitteilen wollten, dass ich bei dem Wetter nicht starten sollte. Da war ich aber schon unterwegs. .. Um 5.30 Uhr war offizieller Abbruch durch die Rennleitung für die Rennräder... Wir tranken noch zwei Bier und gingen dann schlafen."

Auf dem Weg vom Specki zum Mountainbike-Treki hat Jens nun ca. 33 kg aus den Trikots geschwitzt und hat gerade die 90 kg Marke geknackt. Das ist eine Superleistung!

Genauso erkenne ich seine Leistung an, mit welcher Freude er auf dem Rad sitzt. Kein übertriebener Ehrgeiz. Jens will weder sich noch andere "kaputt" fahren. Er hat 
einfach nur Spaß.

 

Aber vielleicht kommt ja jetzt wieder ein kleiner Wendepunkt im Leben. Jens der Siegfahrer?

Schau´n wir mal, was die Zeit so bringt.

 

Geschrieben von Klaus Jörges am 11.11.2013

 

 

   
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