Aktuelle Hinweise  

Aktuelle Trainingsaktivitäten:

Rennrad: bei gutem Wetter dienstags und donnertags 14 Uhr am Bahnhof

samstags 13 Uhr bei "Lebus" /Reh oder nach Absprache

MTB-Ausfahrt mittwochs 18.30 und samstags 14 Uhr

Hallentraining montags 18.30 - Adler-Halle

Wichtige Termine:

Samstag, 16.12.17 Wanderung ab Adler zum Weihnachtsmarkt Letmathe

Sonntag, 31.12.17 Silvestertour zum Mesekendahl - 13 Uhr ab Adler  

Weitere Termine - siehe Hauptmenü "Termine 2017"!

 

Link zu unserem Hauptverein: ATS-Nahmer

 

 

   

Alpenüberquerung 2015 Planung

Alpenüberquerung 2015 

(Dieser Bericht dient als Orientierung und soll einen Eindruck für die anstehende Tour im Juni 2015 geben)

von Ulli G.

Anreise:

Hagen – Martigny

Zuganreise von Hagen nach  Genf, ab  Genf Weiterfahrt  mit dem Rad bis nach Martigny. (75 km, 500 hm)

Etappenplan:

1. Etappe

Martigny - Aosta

Die Etappe führt uns zunächst auf einer ruhigen Nebenstraße nach Champex (1466m) und Orsieres.  Anschließend fahren wir über den Großen St. Bernhard (2188m) ins italienische Aostatal (700m). Übernachtung bei Aosta. [82 km, 2554 hm]

Martigny (460 m) im Rhônetal ist der geeignete Ausgangspunkt für einen Aufstieg des Grossen St. Bernhard von seiner Nordseite. Soviel gleich vorneweg: Die Schönheitswertung für den Grossen St. Bernhard müsste eigentlich zweigeteilt sein, so wie die Straße zum Gipfel in gewisser Weise zwei Teile hat. Denn das große Problem des Passes ist, dass er eine viel genutzte Verbindung zwischen dem Unterwallis und dem Aostatal darstellt - und der Verkehr auf dem Teilstück bis zum Tunnel (immerhin 39 Km) dementsprechend heftig ist. Vor allem italienische Motorradfahrer hört man im Sommer bei schönem Wetter immer wieder von hinten "heranfliegen", und in Rechtskurven sollte man dann besser nicht das linke Knie nach außen streckenÜber Bovernier, Sembrancher und Orsières zieht sich die Straße den Berg hinauf und belohnt mit einer schönen Aussicht in das Tal. Teilweise gibt es immerhin extra ausgewiesene und durchaus brauchbare Fahrspuren für Radfahrer. Ärgerlich sind allerdings ein paar kleinere Tunnels bzw. Galerien, die man besser sehr schnell hinter sich lassen sollte.In Bourg St. Bernard geht dann der "richtige" Passanstieg los, und der Pass erhält ab hier zweimal die Höchstpunktzahl: Es wird schön, und es wird steil. Wenn man nach 6,5 km um die letzte Kurve biegt und unverhofft auf das Hospiz und die (unvermeidlichen) Touri-Läden trifft, ist man schon froh, angekommen zu sein. Wiederum belohnt einen der Aufstieg mit zwei märchenhaften Blicken zu den zwei Seiten des Passes. Vor allem die Südseite mit dem See, der etwas unterhalb des Gipfels liegt, ist sehr malerisch.Für die Abfahrt nach Aosta gilt ebenfalls: bis zum Zusammentreffen der Pass-Straße mit der Hauptverkehrsstraße (immerhin erst nach 14,5 km) kann man es rauschen lassen, danach nervt der Autoverkehr.

 

2. Etappe

Aosta - Val d‘Isere

Am Vormittag nehmen wir  den Kleinen St. Bernhard Pass (2188m) aufs Korn. Gut 1200 Höhenmeter und rund 28 Kilometer geht es anschließend hinunter nach Seez (890m), bevor wir am Nachmittag in den bekannten Wintersportort Val d‘Isere (1840m) hochfahren, der auf halber Höhe des Col de Iseran liegt. [105 km, 2428 hm)

Wer am Vortag den Großen St. Bernhard hinter sich gebracht hat, sollte sich die malerische Fahrt durch das Aosta-Tal nicht nehmen lassen. Von Morgex (906 m) im Aosta-Tal kann man noch knapp fünf Kilometer einrollen, dann geht es los mit einer Reihe leckerer Serpentinen durch bewaldetes Gebiet, in denen schon richtig Rennstimmung aufkommt.Bis nach La Thuile (km 14,5, ca. 1500 m hoch) zieht sich die Straße - verräterisch, denn man hat das Gefühl, schon deutlich weiter zu sein, als man tatsächlich ist. Aber gerade die Serpentinen, die sich nach La Thuile rechts den Berg hinaufziehen und von unten nicht voll einsehbar sind, lassen die Laktatwerte noch einmal deutlich anziehen. Die letzten Meter vom Lac Verney bis zum kahlen Gipfel mit der Bernhards-Statue und dem Hospiz sind dagegen dann harmlos.Der Kleine St. Bernhard ist von der Nordseite reizvoll, weil abwechslungsreich; aber gegenüber den "Klassikern" der französischen Alpen etwa, die nicht weit entfernt liegen, fehlt doch noch ein wenig Charme. Dennoch ist gerade der "Doppelpack" aus Kleinem und Großen St. Bernhard mit dem Aosta-Tal dazwischen eine Tour, die man irgendwann einmal gemacht haben sollte.

 

Zunächst deutet ab Seez noch nichts auf den bevorstehenden Anstieg zum Col de Iseran  hin. Von Norden her vollzieht sich der Passanstieg in zwei etwa gleichgroßen Stufen. Auf jeweils 15km Strecke werden ca. 900Hm überwunden  Bei schwach schwankender Höhe, zunächst sogar leicht abfallend, wird auf dem ersten 6 km keine Höhe gewonnen. Erst dann beginnt mit einer Serpentinengruppe die erste Steigungsstufe. Mit max. ca. 7% Steigung erreicht man nach 3km Ste Foy Tarentaise auf ca. 1050m Höhe. Der weitere Anstieg verläuft nahezu kehrenfrei oberhalb der Isere bei Steigungen von meistens 5-7, maximal 9%. Insbesondere im oberen Abschnitt sind hierbei einige Galerien zu durchfahren. Nach insgesamt knapp 20 km erblickt man die Staumauer des Lac de Cevril. Nach 21 km hat man oberhalb des Stausees auf gut 1800m den ersten Anstieg überwunden. Durch einige Tunnel führt die Strecke weitgehend steigungsfrei, teilweise leicht abfallend, oberhalb des Sees entlang und erreicht 7 km später Val d'Isere.Diese früher zu Recht gefürchteten Tunnel sind Opfer der Skiweltmeisterschaft 2009 geworden. Sie sind weitestgehend mit Beton ausgespritzt und beleuchtet. Der Asphalt war im Sommer 2009 in allen Tunneln von bester Qualität und durchweg trocken. Da insbesondere die einheimischen Autofahrer die sportliche Fahrweise lieben, sollte dennoch auf ein – möglichst blinkendes – Rücklicht nicht verzichtet werden.

 

3. Etappe

Val d’ Isere – Valloire  

Die 2. Stufe des Col d’ Iseran ist die nächste Herausforderung. Zunächst noch gemächlich, dann in Serpentinen rauf bis zum höchsten Punkt. Beinahe 70 Kilometer fahren wir dann hinunter nach Modane und St. Michele d. Maurienne (712m) und erklimmen am Nachmittag noch den Col du Telegraph (1613m). Valloire (1430m) ist unser heutiger Etappenort. (102 km, 1831 hm)

Leicht ansteigend durchquert man den Wintersportsort Val d’ Isere sowie einige nachgelagerte Ortsteile. Allmählich nimmt die Steigung zu, und auf knapp 1900 m Höhe beginnt der Schlussanstieg zum Col d’ Isere. Ab hier informieren alle 1000 m Hinweistafeln über Distanz und Höhendifferenz bis zum Pass sowie die aktuelle Steigung. Zunächst noch folgt die Straße bei bis zu 7% Steigung kurvenarm dem Flusslauf. Nach etwa 4 km auf knapp 2100 m, 11km vor dem Pass, macht sie jedoch eine scharfe Rechtskurve, überquert den Fluss und beginnt mit einer kurzen Serpentinengruppe den landschaftlich schönsten Teil des Anstiegs. Auf den folgenden 7 km wechseln sich längere kehrenfreie Passagen mit kurzen Serpentinengruppen ab. Knapp 4 km vorm Ziel auf gut 2500 m Höhe lohnt eine kurze Pause. Hier in der letzten Kehre weist ein (leicht zu übersehendes) Hinweisschild auf einen etwa 100 m Schotterweg abseits der Straße liegenden sehr lohnenden Aussichtspunkt mit Blick auf den Mont Blanc hin. Der obligatorische Table d'orientation informiert hier über die umliegenden Berge. Bei knapp 7% relativ steil werden auf kehren- jedoch nicht kurvenfreier Strecke die letzten 250 Hm bis zum Pass überwunden. Wie schon während der ersten Stufe fällt es bei recht konstanter Steigung von nicht über 9, meistens ca. 5-7% leicht, einen Rhythmus zu finden. Bei jeweils recht konstanter Steigung und geringer Maximalsteigung sind beide Teilanstiege angenehm zu fahren und weisen keine besonderen Schwierigkeiten auf.  Die Abfahrt ist auf den ersten 14 km bis Bonneval sur Arc fast durchgängig steil und auf den folgenden 10 km nahezu eben, bis die Straße auf die rechte Seite der Arc wechselt. Es folgt ein kurzer Gegenanstieg von ca. 60 Hm bei bis zu 7% Steigung sowie eine wiederum Steile Abfahrt bis Lanslevillard. Hier zweigt links eine direkte Verbindung zur Nordrampe des Col du Mont Cenis ab. Bei schwachem Gefälle erreicht man nach weiteren 3km Lanslebourg. Die Weiterfahrt zum Ausgangspunkt des Col du Galibier (über Col du Telegraphe) verläuft nahezu ohne Gegenanstiege (abgesehen von ca. 50 Hm kurz vor Modane) bei meist schwachem Gefälle.

Col du Télégraphe (1566 m)

Es ist nicht gerade leicht, viele Worte über den Col du Télégraphe zu verlieren, denn schließlich steht er immer irgendwie im Schatten des deutlich höheren Col du Galibier. Genau genommen ist der Télégraphe ein nördlich gelegener Vorpass, den man eben mitnehmen muss, wenn man über den Galibier möchte – beispielsweise wenn man auf der legendären Route des Grandes Alpes auf dem Weg vom Genfer See zum Mittelmeer unterwegs ist. Den Télégraphe wird man, erzählt man von seiner Etappe vom Maurienne (dem Arc-Tal) ins Oisans oder in Richtung Briançon, höchstens beiläufig erwähnen – wenn überhaupt – während der 2645 m hohe Galibier begeisterungsschwangere Lobeshymnen ernten wird. So ist eben das Schicksal eines kleinen Bruders.Der Col du Télégraphe führt von St.-Michel-de-Maurienne hinauf in den Skiort Valloire, der auf etwa 1400 m Höhe liegt. So lässt sich die Überquerung des Galibier auch geschickt zweiteilen, indem man über Nacht in Valloire Station macht. Für das Péloton der Tour de France allerdings, dass auch gerne mal die Kombination Télégraphe/Galibier bezwingt, stehen dann meistens beide Pässe direkt hintereinander auf dem Programm. Während der Galibier mit der hors catégorie ausgezeichnet wird, muss sich der Télégraphe mit der Ersten Kategorie begnügen.Der Name kommt im übrigen von einem Telegraphen-Turm, der auf einer Klippe in der Nähe des Passes stand. Dabei handelte es sich um einen von Claude Chappe entwickelten sogenannten Optischen Telegrafen – wer hätte es gedacht...

 

Nordrampe von St. Michel de Maurienne  11 km / 854 Hm

 

Die Auffahrt zum Col du Télégraphe beginnt in St.-Michel-de-Maurienne an einer zentralen Kreuzung; hier zweigt die D902 von der im Arc-Tal verlaufenden D1006 ab. Télégraphe, Galibier und Valloire sind ausgeschildert. An besagter Kreuzung gibt es im übrigen auch einen Brunnen mit Trinkwasser, wo man schnell und einfach seine Flaschen nochmals füllen kann, bevor es in den Pass geht.
Wie man den Télégraphe angeht, hängt zweifelsfrei davon ab, wie die geplante Etappe weiter geht. Macht man in Valloire Station oder fährt vom Pass dieselbe Strecke wieder zurück, ist man sicher eher dazu geneigt, eine hohe Geschwindigkeit durchzudrücken, als wenn man am selben Tag noch den 2645 m hohen Galibier mit zusätzlichen ca. 1200 Hm fahren möchte und deshalb möglichst kräftesparend fährt. Wie auch immer, zum Télégraphe muss man zwar auch knapp 850 Hm bezwingen, dank der sehr regelmäßigen Steigung von maximal 9 % sollte man jedoch schnell seinen Tritt finden und recht gemütlich hochkurbeln können. Steilrampen: Fehlanzeige!Und damit ist das meiste eigentlich schon gesagt. Die Straße verläuft im unteren Teil größtenteils im Wald, gelegentlich sind jedoch auch Ausblicke hinab ins Tal möglich. Sie ist recht breit ausgebaut und in gutem Zustand, schließlich müssen hier im Winter all die Horden an Skiurlaubern hinauf, die sich in den Skigebieten in und um Valloire vergnügen wollen. Mit einigen weit geschwungenen Serpentinen ist die Straße angenehm trassiert.Etwas interessanter wird es dann erst auf den letzten drei Kilometern vor der Passhöhe. Zunächst zweigt nach einer Serie von Kehren die Straße hinauf ins Skigebiet Valmeinier 1800 ab; wir halten uns weiter in Richtung Valloire. Nach einer Linkskurve können wir dann ca. 2,5 km vor Schluss bereits die Passhöhe erahnen; die Straße führt nun am Hang entlang. Gleichzeitig öffnet sich der Wald, so dass auch die Ausblicke über das Arc-Tal hinweg ins Vanoise-Massiv immer besser werden. Auch der namensgebende Telegrafen-Turm ist nun auf einem Felsvorsprung zu sehen. Die Passhöhe selbst ist jedoch erst nach einer Linkskurve kurz vor Schluss sichtbar.
Ist man zum Col du Galibier unterwegs, kann man sich auf der Zwischenabfahrt nach Valloire, wo auf 5 km 175 Hm verloren werden, wieder etwas erholen, bevor man dann in Valloire den eigentlichen Anstieg zum Galibier in Angriff nimmt.

4. Etappe

Valloire - Guillestre

Über den Col du Galibier (2636m) und Col du Lautaret (2058m) fahren wir nach Briancon (1321m) mit seinen alten Festungsanlagen. Nach einem Kaffee in der Altstadt von Briancon machen wir uns wieder auf den Weg und fahren über den Col d‘Izoard (2360m) und die Combe du Queras Schlucht nach Guillestre. [102 km, 2116 hm]

Col du Galibier (2645 m)

Der Col du Galibier zählt wohl zu den bekanntesten klassischen Anstiegen der Tour de France – man kann ihn getrost in einem Atemzug mit dem Col du Tourmalet in den Pyrenäen, dem Mont Ventoux in der Provence oder dem benachbarten Alpe d’Huez nennen. Mit seinen 2645 m Scheitelhöhe ist der Galibier zudem nicht nur der fünfthöchste asphaltierte Alpenpass (nach Iséran, Stilfser Joch, Agnel und Restefond/Bonette), sondern häufig auch das Dach der Tour, an dem als Sonderpreis das Souvenir Henri Desgrange zu Ehren des Gründers der Tour de France ausgefahren wird. Ebenfalls zu Ehren Desgranges findet sich auf der Südseite am Scheiteltunnel knapp unterhalb der Passhöhe ein Gedenkstein.Der Pass verbindet St.-Michel-de-Maurienne im Norden mit dem Col du Lautaret im Süden, also die Maurienne mit dem Oisans bzw. dem Briançonnais, und stellt somit eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in den zentralen Westalpen dar. Auf der Nordrampe muss man als „Vorpass” den Col du Télégraphe überqueren, um zum eigentlichen Ausgangsort Valloire zu gelangen. Auch die bekannte Route des Grandes Alpes verläuft über den Col du GalibierDoch der Galibier ist nicht nur ein Radsport-Klassiker, der mit ordentlich Tour-de-France-Flair aufwarten kann, sondern auch ein absoluter landschaftlicher Leckerbissen. Insbesondere die karge Mondlandschaft im oberen Teil bietet eine grandiose Alpenkulisse; das ganze garniert mit einem Panorama, das vom Mont Blanc im Norden bis zum südlichsten Viertausender der Alpen, der Barre des Écrins, im Süden reicht. Absolut empfehlenswert ist auch der Aussichtspunkt, für den man vom kleinen Parkplatz an der Passhöhe noch ein paar Hundert Meter zu Fuß gehen muss.Neben der 2645 m hohen Passstraße gibt es auch noch einen Scheiteltunnel auf 2556 m Höhe. Dieser ist jedoch für Fahrräder (sowie für Fußgänger) gesperrt .Im Jahr 1911 war der Col du Galibier der erste jemals bei der Tour de France überquerte Alpenpass. Aus diesem Anlass stand auch 100 Jahre später, bei der Tour 2011, dieser Pass wieder im Mittelpunkt. Die 18. Etappe am 21. Juli endete mit einer Bergankunft von Süden auf dem Galibier (und wurde vom Luxemburger Andy Schleck gewonnen), und am Tag darauf wurde der Pass dann erneut bezwungen, diesmal von Norden. Diese 19. Etappe endete nach Überquerung des Galibier mit einer Bergankunft in Alpe d’Huez                                         .

Nordrampe von Valloire  18 km / 1246 Hm

Vielleicht zu Beginn dieser Auffahrtsbeschreibung eine kleine quaeldich.de-Anekdote: QD-Legende und Schotterstraßenpionier Renko bezeichnete einst die Planung der geführten quaeldich.de-Reise durch die Savoyer Alpen, bei der in Valloire übernachtet und der Galibier am folgenden Morgen als erster Pass befahren wird, als „Galibier émasculé“. Heldenstatus erlangt man dieser Meinung nach also nur, wenn man Col du Télégraphe und Galibier am selben Tag fährt.

Nichtsdestotrotz lassen wir diese Beschreibung im Wintersportort Valloire auf einer stolzen Höhe von etwa 1400 m beginnen und überlassen es jedem einzelnen, den Col du Galibier entweder inklusive Télégraphe von St. Michel-de-Maurienne aus zu fahren oder eben in der émasculé-Variante.
In Valloire folgt man einfach der Hauptstraße, der D902, in südlicher Richtung. Der Col du Galibier ist unverwechselbar ausgeschildert, und auch wenn man nicht lesen kann, sollte der Weg sehr einfach zu finden sein: im Zweifelsfall einfach all den anderen Rennradlern hinterher. Die ersten 10 km sind noch relativ unspektakulär, denn es geht das Hochtal des Baches La Valoirette entlang. Eine Passage, die man gut zum Einrollen nutzen kann, liegt die Durchschnittssteigung hier doch lediglich bei knapp 6 %. Wobei „unspektakulär“ eindeutig relativ zu sehen ist. Dank des hoch gelegenen Startpunkts entfällt das auf Passstraßen oft im unteren Bereich anzutreffende Vorgeplänkel durch dichten Wald, und wir sind in einer offenen, karg bewachsenen alpinen Landschaft unterwegs, umgeben von imposanten Gipfeln.So richtig spektakulär wird es dann allerdings erst, nachdem die Straße nach 10 km einen Knick um 180 Grad macht, und wir nun am Hang entlang schon deutlicher an Höhe gewinnen. An diesem Knick gibt es übrigens an einem Brunnen noch einmal die Möglichkeit, seine Bidons mit feinstem Gebirgsquellwasser zu füllen. Ungefähr hier durchbrechen wir auch die 2000 m-Marke. Die Straße ist fortan durch die Felslandschaft hindurch trassiert, und nach einer ersten Kehrenkombination eröffnet sich uns eine völlig neues Panorama – die Gebirgskette türmt sich nun vor uns auf, und weit über uns können wir sogar schon die Passhöhe erahnen. Ob letzteres motivierend oder demotivierend wirkt, muss jeder selbst entscheiden. Die Passhöhe bleibt allerdings auch im kommenden Abschnitt im Blick, und da die Steigung nun auch ein wenig anzieht auf Werte um die 10 %, kann man schon das Gefühl haben, dass man ihr überhaupt nicht näher kommt. Dafür ist man in einer herrlichen Alpenlandschaft unterwegs und kann auch hier schon weite Ausblicke in Richtung Norden genießen.
Die nächste Zäsur ist dann das Portal des Scheiteltunnels nach insgesamt 17 km auf 2574 m Höhe. Der Tunnel ist allerdings keine Option für uns, da man mit dem Rad sowieso nicht durch darf. Bleibt also nur die Schlussrampe, die von weiter unten schon furchterregend aussah, da sie sich fast senkrecht aufzutürmen scheint. In der Tat ist es nicht nur die dünne Luft und die sich einstellende Erschöpfung, die diese Rampe so schwierig machen – hier wird es tatsächlich noch einmal steiler. Inzwischen sind wir in einer felsigen, braunen Mondlandschaft angekommen, wie man sie häufig auf Fotos vom Galibier sieht. Drei Serpentinen, dann ist der Pass bezwungen.Die Passhöhe selbst liegt in einer Kurve, und der kleine Parkplatz ist meist von Touristen überfüllt. Ein Fußweg führt noch ein wenig weiter hinauf zu einem Aussichtspunkt. Entsprechendes Schuhwerk vorausgesetzt, kann das durchaus noch ein lohnender Abstecher per pedes sein; wenn beispielsweise am Passschild gerade eine Warteschlange von Rennradkollegen und motorisierten Zweiradfahrern für das obligatorische Foto ansteht. Doch auch von der Passhöhe aus ist die Aussicht einfach überwältigend – sowohl auf die eben zurückgelegte Nordauffahrt, die umgebdenden Gipfel, die noch vor uns liegende Abfahrt zum Col du Lautaret, vor allem aber auf das sich im Süden ausbreitende, vergletscherte Ecrins-Massiv, das mit der Barre des Ecrins (4102 m) den südlichsten und westlichsten Viertausender der Alpen stellt.

Col du Lautaret (2058 m)

Der Col du Lautaret ist ein Verbindungspass vom Oisans ins Briançonnais. Die 61 km lange Strecke von Les Clapiers (735 m) 5 km östlich von Le Bourg d’Oisans nach Briançon (1265 m) führt auf der Westrampe durch das wildromantische Romanchetal, das den recht starken Autoverkehr durch gigantische Blicke unter anderem auf die Gletscherspitzen der Meije (3983 m) mehr als kompensiert. Im Westen geht es weniger spektakulär die Gisane hinab nach Briançon. Große Bedeutung hat der Lautaret auch als Verbindungspass der Pässefahrer: Wer den 9 km entfernten Col du Galibier von Süden befahren möchte, kommt hier vorbei und findet in der großen Gastronomie genügend Gelegenheit zur Auffüllung der Kohlenhydratspeicher. Auch ein Brunnen für die Trinkflaschenauffüllung wartet auf dem Parkplatz vor dem Restaurant.Weitere Höhepunkte auf der Lautaret-Passstraße sind die auf der Westseite abgehenden Alpe d’Huez, der gut mit dem Col de Sarenne kombiniert werden kann, sowie Les Deux-Alpes. Auf der Ostrampe wartet der fast unbekannte Col de Granon im Startort Chantemerle auf die Entdeckung.

Westrampe von les Clapiers  35 km / 1340 Hm

Fünf Kilometer hinter Bourg d’Oisans bei Le Clapier (735 m) beginnt der eigentliche Anstieg zum 2058 m hohen Col du Lautaret, der sich auf etwa 35 km und ca. 1350 Höhenmeter erstreckt. Bis zum Örtchen La Grave (12 km unterhalb des Lautaret) geht es durch das malerische Tal der Romanche, die einen immer auf der rechten Seite begleitet. Die Anstiege sind hier immer wieder durchsetzt mit kleineren flachen Passagen, die kurze Erholungspausen ermöglichen. So etwa bei Le Freney und der Kreuzung nach Les Deux Alpes.Da der Lautaret nicht extrem steil ist – der Pass ist ja Teil einer Nationalstrasse (N91) und für den LKW-Verkehr ausgebaut – kommt man gut voran und findet schnell einen regelmäßigen Tritt. Der Asphalt ist sehr rau, dennoch in gutem Zustand, also auch für eine schnelle Abfahrt bedenkenlos geeignet. Vorsicht, die Straßendecke senkt sich zum Rand erheblich ab! Leitplanken finden sich jedoch nur in den Kurven. Die Kurven sind größtenteils eher weit und flüssig zu fahren. Kurz hinter La Grave kommen zwei schmale Tunnel, und danach hinter dem Örtchen Villard d’Arene fünf bis sechs enge Serpentinen. Wer möchte, kann sowohl in La Grave als auch in Villard d’Arene rasten und Flüssigkeit auffüllen. Es gibt direkt an der Straße Geschäfte und auch Cafés. Ab La Grave nimmt die Steigung dann permanent zu, von 3,5 % in der Durchfahrt des netten Örtchens La Grave über 4,5 % in den beiden Tunneln auf 5,5 bis 6,5 % und 7 % etwa 4 km vor der Passhöhe. Die letzten 3 km sind mit durchschnittlich 4,5 % sehr angenehm zu fahren. Hier führt die Strecke recht gerade den Berg entlang und ist weit einsehbar. Der Anstieg ist sehr schön, auch wenn er eigentlich erst richtig ab La Grave (1470 m) beginnt. An hier hat man durchweg einen tollen Blick nach Süden auf das Massif des Ecrins, mit dem Gletscher von La Meije (3983 m). Die Landschaft ringsum ist felsig und der Schluchtenblick in das Flüsschen Romanche beeindruckend. Die Romanche begleitet einen bis kurz vor La Grave immer in wilden Kaskaden auf der rechten Seite. Wunderschön ist auch der Stausee auf Höhe des Örtchens Mizoen. (Hier kann man links über den kaum bekannten Col de Sarenne L’Alpe d’Huez erreichen. Die Sicht ist deshalb so gut, weil praktisch der komplette Anstieg unbewaldet ist und so einen freien Blick ermöglicht. Es herrscht durchweg hochalpine Grasvegatation.


Col d'Izoard (2360 m)

Nordrampe von Briançon  21,5 km / 1039 Hm

Ausgangspunkt der nördlichen Auffahrt ist Briancon (1321 m). Auf der sehr gut ausgebauten D902 fährt man durch die enorme Schlucht der Cerveyrette. Nach 12 km erreicht man Cervières (1608 m). Bevor man die eigentliche Steigung in Angriff nimmt und der Straße nach Süden folgt, sollte man nach Norden blicken, um einen ersten Eindruck zu gewinnen, welch bizarres Landschaftsbild auf der Südseite des Passes auf einen wartet.Durch den Bois de Péméant führt es windungsreich und durchweg zweispurig mit bis zu 12 % Steigung empor, zu beachten sind die teilweise steilen Innenradien der Kehren. In diesem Abschnitt ist eine Aussicht Fehlanzeige. Verlässt man wenig unterhalb des Refuge Napoléon den Lärchenwald, so sieht man die fortgeschrittene Erosion dieser Gebirgsregion, riesige Geröllfelder beherrschen die Landschaft. Der Sattel, tief zwischen den Bergen eingebettet, ist nach weiteren 1,5 km erreicht. Im Süden und Südosten beherrschen die Gipfel der Queyras das Bild.Die Südseite ist vermutlich einzigartig in den Alpen. Felspyramiden und Felsnadeln stehen in den Schutthalden und verzaubern alles in eine bizarre Mondlandschaft, die Casse Déserte. Schaut die Bilder an, die für sich sprechen. Nach der Casse Déserte folgt eine kurze Gegensteigung, die einen unangenehmen Rhythmuswechsel mit sich bringt und nicht unterschätzt werden sollte. In mehreren Serpentinen verliert man danach bei max. 12 % Gefälle rasch an Höhe, ehe man Brunissard (1760 m) erreicht. An heißen Tagen hat der Asphalt auf der Südseite die Tendenz aufzuweichen, wodurch ein großes Gefahrenpotential entsteht – langsamer ist besonders hier sicherer. Entlang der Rivière läßt man Arvieux (1544 m) und die ausgedehnte Wiesenlandschaft hinter sich, bis man schließlich unterhalb des Châteux-Queyras in das Tal der Guil auf die D902 einmündet (1384 m).

Fährt man hier nach Südwesten die tief eingeschnittene und enge Queyras-Schlucht mit ihren vielen Tunnels entlang, so erreicht man nach 17 km Guillestre.

5. Etappe

Guillestre - St. Etienne

Am Vormittag fahren wir über den Col de Vars (2071m) nach Jausiers (1220). Nach der Mittagspause befahren wir mit dem Col de la Bonette und Restefond die die höchste Passstraße Europas. Dann rollen wir hinunter nach St.Etienne, dem heutigen Etappenziel. [88 km, 2633 hm]

Col de Vars (2109 m)

Der Col de Vars (2109 m) bildet eine wichtige Verbindung zwischen dem Guil-Tal im Norden und dem Ubaye-Tal im Süden. Er verbindet somit den Col d'Izoard sowie Col d'Agnel einerseits mit dem Col de la Bonette, Col de Larche, Col de la Cayolle sowie Col d'Allos andererseits.Für Schotterfans lässt er sich des weiteren mit dem Col de Parpaillon zu einer etwa 110 km langen Rundtour verbinden. Der Col de Vars hat seinen nördlichen Ausgangspunkt in Guillestre auf 1000 m Höhe, und seinen südlichen bei les Gleizolles auf 1310 m Höhe.

Nordrampe von Guillestre  19 km / 1109 Hm

Direkt hinter dem Kreisel, an dem die Strecke zum Col de Vars von der durchs Guiltal abzweigt, beginnt der sowohl anstrengendste als auch schönste Teil des Anstieg. Bei meist 7-9% Steigung gewinnt man auf kehrenreicher Strecke schnell an Höhe und Ausblick. Nach 8km Strecke und gut 600 m Höhe erreicht man ein Hochtal, dem der weitere Weg bis zum Col de Vars folgt. Nahezu steigungsfrei erreicht man nach 10km den Wintersportort Vars (mit der steilsten Rampe der Anfahrt im Ort) und nach 12 km St. Marine de Vars auf 1660 m. Bis zur drei Kilometer weiter gelegenen Seilbahnstation bei les Claux hat man eine letzte Steilstufe mit 7-8% Steigung zu überwinden, während der weitere Anstieg mit maximal 6% nur noch mäßige Steigungen aufweist. Gut einen Kilometer vor Erreichen des Passes passiert man am Refuge Napoleon einen malerischen Bergsee. Ansonsten weist die zweite Hälfte wenig landschaftliche Reize.Die Abfahrt ist auf den ersten 8 km bis St. Paul (1468 m) sehr steil. Bei durchschnittlich 8% enthält sie längere Abschnitte mit über 10% Gefälle. Die letzten 6km bis les Gleizolles vollziehen sich bei schwachem Gefälle.

Col de la Bonette (2715 m)

Der Begriff Bonette ist wohl untrennbar mit dem Prädikat „Höchster Alpenpass“ verbunden, denn einige Quellen – insbesondere wohl auch die Selbstdarstellung durch lokale Tourismusverbände – verleihen diesen Titel der 2802 m hohen Straße über bzw. um die Cime de la Bonette. Nun muss man aber wissen, dass es sich dabei nur um eine Ringstraße um den 2860 m hohen Gipfel gleichen Namens handelt. Der eigentliche Passübergang, also der niedrigste Übergang über die Wasserscheide, ist der Col de la Bonette, um den es hier geht. Und mit 2715 m Höhe kommt dieser auf der Rangliste der Alpenpässe leider nur an vierter Stelle hinter dem Col de l’Iséran (2764 m), dem Stilfser Joch (2757 m) und dem Col d’Agnel (2746 m).Wo also liegt dieser vierthöchste Alpenpass? Der Col de la Bonette verbindet Isola (871 m) im Südosten mit Jausiers (1240 m) im Ubayetal im Nordwesten. Er führt durch den sehr sehenswerten Parc national du Mercantour in den Seealpen und ist der östlichste von drei sozusagen parallelen Alpenübergängen, die endgültig in den warmen Süden Frankreichs führen. Die anderen beiden nehmen im Norden von Barcelonnette ihren Ausgang – es sind der Col de la Cayolle sowie der Col d’Allos. Noch weiter östlich überquert der Col de Larche den Alpenhauptkamm nach Italien. Der Bonette stellt dabei wohl die direkteste Verbindung zur Mittelmeermetropole Nizza dar, die ja das Ziel vieler Alpenüberquerungen ist. Die bekannte Route des Grandes Alpes hingegen führt über den Col de la Cayolle.Dass es sich beim Bonette nicht um den höchsten Alpenpass handelt, ändert natürlich absolut gar nichts daran, dass es sich landschaftlich gesehen um einen echten Leckerbissen handelt. Auf 2715 m (Pass), 2802 m (Extraschleife) oder gar 2860 m Höhe (Fußweg zum Gipfel) liegen einem die Seealpen und der wunderschöne Mercantour-Nationalpark zu Füßen. Von der Passhöhe ist es dann natürlich fast schon eine Pflicht, die zwei Kilometer lange Zusatzschleife über die Cime de la Bonette zu absolvieren.
Um die Namensverwirrung (siehe oben) zu komplettieren: oft ist auch vom Col du Restefond die Rede. Hierbei handelt es sich jedoch um einen ca. 1 km nördlich des Bonette gelegenen Übergang von 2680 m Höhe, über den jedoch keine Straße führt. Die Nordrampe führt jedoch knapp am Restefond vorbei. Diese Verwirrung hat sich übrigens auch bei den Organisatoren der Tour de France breit gemacht, die vom Col de la Bonette-Restefond sprechen.

Nordanfahrt von Jausiers  22,1 km / 1502 Hm

Aus dem Ubaye-Tal von Jausiers (1220 m) im Norden beginnt die Steigung unmittelbar am Ortsausgang. Von da ab sind es 22,1 km bis zum Bonette, jeder einzelne Kilometer davon ist mit einer Infotafel ausgeschildert, die allerdings die Bonette als höchste Passstrasse Europas anpreisen (stimmt natürlich nicht, wie wir bereits oben erfahren haben). Bis auf eine Höhe von 1550 m nach gut 6 km hält sich die durchschnittliche Steigung mit 5,5 bis 7 Prozent noch in Grenzen, dann jedoch hat man bis Kilometer 20 kaum noch Abschnitte zum Verschnaufen (7 bis 9,5 % im Schnitt). Der Pass hat jedoch bis auf ein kurzes 16&-prozentiges Stück keine überhöhten Spitzensteigungen, sondern lässt sich äußerst rhythmisch fahren. Fast der gesamte Anstieg ist der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, und so ist man froh, wenn man nach gut 12 km den Gasthof Halte 2000 erreicht. Gut zum Verschnaufen eignet sich auch nach 17 m der Lac des Essaupres (2370 m), wo die Steigung für einen kurzen Moment nachlässt und einen auf die letzten 7 km vorbereitet. Bei Kilometer 20 lässt der Pass endlich nach, man hat die verfallenen Restefond-Kasernen (2600 m) passiert. Hier zieht sich die Straße am Berghang entlang, ehe man auf 2715 m den eigentlichen Übergang Col de la Bonette vor sich hat. Von hier aus sind es noch rund 1,5 km bis hinauf auf 2802 m zur Cime de la Bonette, ein lohnenswerter Abstecher für die Schinderei.Die Südseite eignet sich besonders gut als Abfahrt, denn man hat hier die wohl längste Abfahrt der Alpen vor sich: ca. 100 km von 2802 m auf Meereshöhe hinunter nach Nizza. Als Ausgangspunkt des richtigen Südanstieges ist jedoch St.Etienne-de-Tinée (1144 m) oder Isola (871 m) anzusehen. Vorgelagert zum Col de la Bonette ist auf dieser Seite noch der Col des Granges Communes/Col de Raspaillon (2.513 m).

6. Etappe

St. Etienne - Nizza

Die letzte Etappe führt uns auf wunderschöner Strecke über den Col Saint Martin und Gorges de la Vesubi hinunter nach Nizza.  [117 km, 1520 hm]

Col  Saint Martin  (1500m)

Der Col St. Martin verbindet das Tal der Vesubie mit dem Tal der Tinée. Obwohl landschaftlich kein Highlight, so bildet er doch zusammen mit dem Col de Turini, Col St. Roch oder der D19 eine gut fahrbare Verbindung zwischen der Côte d'Azur und den hochalpinen Pässen Col de la Bonette sowie Col de la Lombarde. 5km südlich von St. Saveur zweigt von der D2205 die Westrampe des Col St. Martin ab. Zunächst gewinnt die Straße taleinwärts am Osthang des Tinée-Tals an Höhe, bis sie nach der ersten Kehre talauswärts zu einem nach Osten abzweigendes Seitental hinführt. Am Grund dieses Tales gewinnt die Strecke weiter an Höhe. Geradeaus erkennt man oberhalb einer Höhenstufe des Tales auf etwa 1000m Höhe die Ortschaft Valdeblore. Mit sechs Serpentinen erreicht man an der linken Talseite die notwendige Höhe, um anschließend weiter am Hang ansteigend dem Tal zu folgen und nach 9km den Ort zu erreichen. Kurz vorher bietet sich ein lohnender Rückblick auf den unteren Teil des Tales.Weiter führt die Strecke talaufwärts und passiert dabei auf den folgenden 5km weitere Ortsteile. Überwiegend verläuft die Strecke kurvenarm, nur gelegentlich gewinnt man am linken Hang mit jeweils zwei Serpentinen Höhe. Voraus erkennt man den Pass, ebenso wie den dort befindlichen Wintersportort la Colmaine. Weitere 3km zieht sich die Straße am linken Hang entlang bis zum Col St. Martin. Die Steigung beträgt durchschnittlich etwa 6%. Auf den ersten 2,5 km bis kurz nach erreichen des Seitentales liegt mit etwa 7% der Steilste Abschnitt, weiter bis Valdeblore hingegen nur etwa 5%. Ansonsten weist die Strecke nur geringe Schwankungen in der Steigung und keine nennenswerten Maximalsteigungen auf. Die Abfahrt ist auf den ersten etwa 8km bis St. Martin steil, flacht anschließend jedoch deutlich ab. Zur weiterfahrt in Richtung Côte d’Azur bieten sich ab Lantosque der Col St. Roch, 2km zuvor der Col de Turini, sowie ab St. Jean die D19 nach Nizza. Auf letzterer sind auf den ersten 13km bis Levens etwa zweimal 200m Höhe zu erklimmen. Dabei bietet sich teilweise phantastischer Ausblick auf die Gorge de Vesubie.

Rückreise ab Nizza per Flugzeug 

( Diese Beschreibung dient als Orientierung und ist keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der geplanten Tour)

 

   
© ALLROUNDER