Aktuelle Hinweise  

Aktuelle Trainingsaktivitäten:

Rennrad: bei gutem Wetter dienstags und donnertags 14 Uhr am Bahnhof

samstags 13 Uhr bei "Lebus" /Reh oder nach Absprache

MTB-Ausfahrt mittwochs 18.30 und samstags 14 Uhr

Hallentraining montags 18.30 - Adler-Halle

Wichtige Termine:

Samstag, 16.12.17 Wanderung ab Adler zum Weihnachtsmarkt Letmathe

Sonntag, 31.12.17 Silvestertour zum Mesekendahl - 13 Uhr ab Adler  

Weitere Termine - siehe Hauptmenü "Termine 2017"!

 

Link zu unserem Hauptverein: ATS-Nahmer

 

 

   

Jens - the Ultra-Man

Gekämpft, gequält, gelitten.

Der Jubiläumslauf findet alle 5 Jahre statt, und nach 2010 war es dementsprechend der 2. Jubiläumslauf. Wenn man dann also die Möglichkeit hat, an so einem Lauf teilzunehmen, sollte man es machen. Schnell angemeldet und nicht weiter drüber nachgedacht. Einen Trainingsplan für die 100 km hatte ich auch schnell im Internet gefunden.Der gefiel mir aber überhaupt gar nicht, weil man nur laufen sollte - langweilig. Also erst überhaupt nicht ausgedruckt.

Vor dem Röntgenlauf nahm ich noch an zwei weiteren Laufwettbewerben teil, die aber nur zum KM- und HM-Sammeln gedacht waren. Den Phoenixsee-Halbmarathon lief ich in 1.45 Std. und den Falke Rothaarsteig Marathon in 4std 15 min mit 829 HM - schneller als ich mir vorgenommen hatte ;). Den Rothaarsteig Marathon verkraftete ich sehr gut ohne Muskelkater oder sonstige Leiden und er gab mir auch das nötige Selbstvertrauen für den 100er eine Woche später.

Beginn meiner Ultralauf-Karriere:

Start war nachts um 3.00 Uhr Winterzeit in Lennep. Wir waren zu dritt und im Großen und Ganzen war der einzige Plan: Hauptsache ankommen. Zeiten hatten wir uns trotzdem vorgenommen. Wir wollten 50 km jeweils um die 6 Std. laufen. Den ersten Halbmarathon liefen wir in 2.20 Std. durch die Nacht. Kurz verpflegt und dann liefen wir zum Start/Ziel-Bereich nach Lennep zurück. Dort angekommen, hatten wir den ersten von zwei Marathons in 5:10 Std. geschafft. Dazu muss man sagen, dass der erste Teil der Strecke der mit den meisten Höhenmetern ist. In der Turnhalle lagerten unsere Wechselsachen. Schnell umgezogen und in kurz-kurz ging es weiter. Die kleinen Steigungen waren wir bis hierhin langsam gelaufen, alles andere waren wir schnell gegangen. Während des gesamten Laufes unterhielten wir uns ständig, um bloß nicht zu schnell zu werden. Verrückt! - da bist du in einem Rennen und zwingst dich zum Langsamlaufen. An den Verpflegungsstellen hielten wir uns immer 3-5 Min. auf, um etwas zu trinken und zu essen. Beim Röntgenlauf ist das so, dass Vereine die VPs übernehmen, und die geben sich richtig Mühe. Was man so alles isst! Man darf gar nicht drüber nachdenken. Zum VP gegangen und ein Gel aus dem Laufrucksack genommen,  beim VP Schmalzbrot mit Cola, anschließend ein Stück Banane mit Riegel und das Ganze mit Iso-Getränk runtergespült. Hier mal ein Danke an meinen Magen. Auch bis km 60/70 lief alles wunderbar. Es war zwar anstrengend, machte aber auch immens viel Spaß.

Der letzte „Halbmarathon“:

Bähm! Der Mann mit dem Hammer war da und brachte seine ganze Familie mit. 80 km lief alles wunderbar und jetzt? Nichts ging mehr. Die Steigungen konnte ich nur noch mit kleinen Trippelschritten nehmen. Mein Mitstreiter konnte noch große Schritte bergrauf machen. Das Anlaufen tat einfach nur noch weh. Anstatt bergrunter zu laufen, gingen wir langsam. Wir schimpften im Chor. Die ständigen Blicke auf die Laufuhr waren auch eher demotivierend. Ab KM 85 legten wir sogar Gehpausen auf der Geraden ein. Und immer wieder anlaufen. Aua. Meine Knie hatten keine Lust mehr auf Bewegung, aber so kurz vor dem Ziel hätte ich alles in Kauf genommen, um zu finishen. Die Zeit und die Meter krochen und ich auch. Thorsten, mein Laufpartner, hatte sich ein kleinen Vorsprung erlaufen, wartete aber immer auf mich. Wir brauchten für 15 km 2 Std. und 25 Min. Für 15 km - unfassbar!

Finish nach 13 Std. 30 Min. 01 Sek. und 1838 HM. 

Zum Glück holte mich meine Frau ab, denn ich war restlos am Ende. "Schnell" umgezogen und ab nach Hause. Auf der Fahrt nach Hause schlief ich bereits ein. Zu Hause unter der Dusche wurde mir schwindelig und schlecht und meine Beine waren nur noch Pudding.

Game over!

Ich bin bei diesem Lauf an meine körperlichen Grenzen geraten. Im Gegenzug hat er auch extrem viel Spaß gemacht. Zu zweit quält es sich einfach besser. 

Ob ich jemals wieder einen Hunderter laufen werde? Im Moment sage ich: Nie wieder!

"Ende" meiner Ultra-Lauf-Karriere!

 

   
© ALLROUNDER