Aktuelle Hinweise  

Aktuelle Trainingsaktivitäten:

Rennrad: bei gutem Wetter dienstags und donnertags 14 Uhr am Bahnhof

samstags 13 Uhr bei "Lebus" /Reh oder nach Absprache

MTB-Ausfahrt mittwochs 18.30 und samstags 14 Uhr

Hallentraining montags 18.30 - Adler-Halle

Wichtige Termine:

Samstag, 16.12.17 Wanderung ab Adler zum Weihnachtsmarkt Letmathe

Sonntag, 31.12.17 Silvestertour zum Mesekendahl - 13 Uhr ab Adler  

Weitere Termine - siehe Hauptmenü "Termine 2017"!

 

Link zu unserem Hauptverein: ATS-Nahmer

 

 

   

Drei-Länder-Giro in Nauders bei Dauerregen

Bericht von Maic Doberstein

Angereist bin ich mit unserer Steffi, die Fahrt nach Nauders war super, vor allem, weil ich nicht fahren musste. Allerdings war die Uhrzeit für mich um vier Uhr morgens echt hart. Aber egal, was macht man nicht alles, um mal entspannt ne Runde in den Bergen zu drehen. 

In Nauders angekommen empfing uns die Bergwelt mit super Wetter, Sonne satt, toll und ein Panorama – klasse! 

Dann das übliche Programm: anmelden, Rad klar machen, Pension beziehen. Abends dann reichlich essen für die Fahrt. 

Ganz wichtig: vor dem Bett gehen Wetter schauen im Fernsehen. Und das sah nicht gut aus. Also schnell die Kiste aus, Augen zu und nicht drüber nachdenken. 

So gegen 4:30 Uhr hat mich und wahrscheinlich noch 2999 andere Fahrer und Fahrerinnen der liebe Gott mit Blitz und Donner geweckt. Das war sehr nett. 

Also anziehen, frühstücken und mal die Nase raushalten. Na das ging ja noch, ein paar Tropfen, alles halb so wild. Doch je näher der Start kam, umso mehr Regen kam auch. Also Klamotten tätig ändern. 

Schuhe, Beinlinge, Hose kurz, kurzes Trikot, Lang-Arm-Trikot drüber und Windjacke und ganz besonders wichtig: Regenschutz! Dunkel-grau, Modell Österreich drüber, heißt Müllbeutel. Hals und Kopftuch und Handschuhe an und fertig. 

Auf zum Start, unterstellen, drei, zwei, eins und los. ACDC mit dem Lied, „highway to hell“. 

Ich hatte mich eigentlich auf den Anblick des Kirchturms gefreut, der im See aus dem Wasser schauen sollte. Ich habe keinen gesehen. 

Auch das Stilfser Joch hoch nur Regen, 90 Liter pro qm, bis fast ganz oben und wo kein Regen, da ist Nebel und wie dicht der war. Ich habe nichts von der schönen Landschaft gesehen. Oben angekommen in Kehre 1 Verpflegung aufnehmen und ganz wichtig: trockene, lange Handschuhe und ein Trikot anziehen! Hatte ich für die Abfahrt in einer Trickflasche verstaut, wollte ja bergab nicht frieren. Und bergab bis ins Tal, war es lange einigermaßen warm und kein Nebel auf der anderen Bergseite. 

Unten angekommen Streckenteilung A, große Runde nach links und B kleine Runde, Fahrer nach rechts. Also auf die große Runde an der Verpflegungsstation zum Ofen-Pass hoch, erst mal alles aus, was nass und überflüssig ist und kurz weiter, es scheint ja jetzt die Sonne. 

Auf dem Weg hoch zum Ofen-Pass so nach drei km, wie kann es anders sein, es fängt wieder an zu regnen und das bis oben hin. Es wurde dann auch nicht wärmer, sondern wieder kalt. Und die Moral war dahin. Also trampeln bis oben hin und dann wieder runter bis nach Martina. Dieses Teilstück ist eigentlich nicht sonderlich schlimm ein paar Wellen, aber nichts Schlimmes, es zieht sich halt nur so ca. 60 km bis zum letzten Pass. Aber hier war das Wetter wenigstens gut. 

Habe ich dann auch noch Einheimische auf ihren Rennmaschinen getroffen, die etwas verblüfft geschaut haben und mir nach kurzem Betteln bereitwillig ein Gel zum Lutschen gaben. Nur Öl für die Kette hatte keiner. Am letzten Pass von Martina nach Nauders rüber ist an mir noch ein Velo Club vorbei gekommen, die mir mit sehr viel Respekt und Achtung noch einen Riegel gaben und mich dann haben stehen lassen. Oben am Berg saßen die in einer Wirtschaft und sagten: „Mit Riegel geht das doch.“ Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich um ein Bier gewettet, ich hätte gewonnen.

Na sei es drum, nur noch bergab und durch das Ziel fahren. Trikot abholen und  anziehen und mit einer isotonischen Gerstensaft-Kaltschale feiern. 

Mein Fazit: Super Veranstaltung, alle sehr nett und das bei diesen Bedingungen, es haben sich sogar Österreicher morgens um 6:30 an die Straße gestellt und den Fahrern zugejubelt.

 Leider, aber auch verständlich, sind von 3000 Teilnehmer nur ca. 880 an den Start gegangen, davon haben lediglich etwas über 500 das Ziel erreicht. 

Ich denke ich werde das Ganze im nächsten Jahr noch mal angehen in der Hoffnung etwas mehr Landschaft zu sehen. 

   
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