Aktuelle Hinweise  

Aktuelle Trainingsaktivitäten:

Rennrad: bei gutem Wetter dienstags und donnertags 14 Uhr am Bahnhof

samstags 13 Uhr bei "Lebus" /Reh oder nach Absprache

MTB-Ausfahrt mittwochs 18.30 und samstags 14 Uhr

Hallentraining montags 18.30 - Adler-Halle

Wichtige Termine:

Samstag, 16.12.17 Wanderung ab Adler zum Weihnachtsmarkt Letmathe

Sonntag, 31.12.17 Silvestertour zum Mesekendahl - 13 Uhr ab Adler  

Weitere Termine - siehe Hauptmenü "Termine 2017"!

 

Link zu unserem Hauptverein: ATS-Nahmer

 

 

   

Berichte aus 2017

Eroica Limburg 2017 – Rennrad fahren wie früher

„Eroica“ hat nichts mit erotisch zu tun, sondern bedeutet „die Heroische“ - also ist an „heroisch“ und „Hero“ zu denken. Mir begegnete der Begriff beim Lesen einer Radsport-Zeitschrift. Natürlich sind alle Radsportler, die sich mit dem Rennrad fit halten, in gewissem Sinne „Helden“ - aber was sollte das Besondere an dieser Radsport-Veranstaltung „Eroica“ sein?

Neugierig geworden erfuhr ich, dass es darum geht so Rennrad zu fahren wie vor etwa 50 Jahren – also so etwas wie Oldtimer fahren mit alten Rennrädern? Es steckt ein bisschen mehr dahinter.

Technisch bedeutet es, ein Rad zu fahren, dessen Technik mindestens 35 Jahre alt ist – also Riemen-Pedale statt Klick-Pedal, Rahmen-Schaltung statt Raster-Schaltung am Lenker, Stahl-Rahmen statt Carbon-Rahmen, eingeschränktes Übersetzungs-Verhältnis mit maximal 7 Ritzeln am Hinterrad und Bremskabel außerhalb des Lenkers. Ein Rad also, das dem technischen Standard von vor 1985 entspricht. Damals waren Rennräder so einfach aufgebaut, dass man praktisch alles selbst montieren und reparieren konnte und die Komponenten waren auf Haltbarkeit ausgelegt.

Das weitere Kriterium der Eroica-Veranstaltungen ist, dass Strecken gewählt werden, wie es in früheren Zeiten bei Radrennen - vor allem in Italien - üblich war – nicht nur fein asphaltierte Straßen, sondern auch Schotter- und Feldwege!

Gründer der Eroica-Bewegung ist der Italiener Giancarlo Brocci – hier seine Philosophie: „Heute verbreiten wir die authentischen Wurzeln eines außergewöhnlichen Sports mit einer großen Seele. Wir wollen, dass die Menschen die Schönheit der Müdigkeit und den Nervenkitzel der Eroberung wiederentdecken: das heroische Radfahren von Bartali und Coppi und das Opfer, das unsere physischen Grenzen sucht, wo Durst, Hunger und Erschöpfung mit all ihrer Kraft gefühlt werden. Es ist Radfahren, das Respekt und Bindungen zwischen treuen Gegnern schaffen kann. Es ist Radfahren auf eine gesunde Art und Weise, und seine Teilnehmer sind inspirierend und schön zu beobachten.“

Die erste Eroica-Veranstaltung gab es 1997 in Italien – heute ist es eine weltweite Leidenschaft, es gibt Veranstaltungen in England, Kalifornien, Japan u.a. - nächst gelegen in den Niederlanden in der Region Limburg, Startort Valkenburg. Für die Eroica Limburg hatte ich mich angemeldet, um selbst zu erfahren, wie es sich anfühlt.

Historisch gibt es im Mittelalter übrigens eine Verbindung zwischen der Region Limburg und Hohenlimburg – das Wappentier der Löwe ist fast identisch!

Valkenburg ist ein bekannter Radsport-Knotenpunkt – Startpunkt oder Durchgangsort des Amstel-Gold-Race – Tourismusort, wegen seiner „bergigen“ Lage – es gibt eine etwa 1 km lange Steigung zum Cauberg mit bis zu 12%. Die Eroica hier hat Event-Charakter: großer Festplatz mit Gastronomie, Bühne mit Life-Musik, Verkaufsständen für Rennrad-Material und zwar von Freitag bis Samstag-Abend. Schon am Freitag zeigen sich die „Heros“, die das älteste Material vorweisen können, z.B. Rennräder mit Holz-Felgen. Also das ganze Drumherum bringt einen schon mal in gute Stimmung, die ich am Freitag-Abend auch bei warmem trockenem Wetter genossen habe.

Dann nachts kam der Wetter-Umschwung: es goss wie aus Eimern und hörte auch am Morgen nicht auf! Bei Strecken von 60, 100 und 160 km war die Startzeit für mich (100 km) für 8 Uhr – 9 Uhr 30 deklariert. Also warten – vielleicht wird es ja noch besser, aber auch um 9 Uhr wurde es nicht besser – also Regenzeug an und los! Zum „Warmfahren“ war da gleich der Cauberg mit seiner12%igen Steigung – oben war ich warm und der Regen machte mir nichts mehr aus.

Wo es möglich war, führte die Strecke von den gut ausgebauten Straßen weg auf landwirtschaftlich genutzte Wege und auch Waldwege. Das hatte ich so nicht erwartet! Die Wege waren zum Teil geteert, aber zu einem großen Teil auch nur Schotter-Wege und durch den intensiven Regen stellenweise knöcheltief aufgeweicht – so etwas fährt man eigentlich nur mit dem Mountainbike! Konzentriertes Fahren war gefordert, wollte man nicht den Abgang machen.

Natürlich hatte man auch jede mögliche Steigung in die Strecke eingebaut, so dass im „doch so flachen Holland“ ca. 850 Höhenmeter zusammen kamen. Um Hunger und Erschöpfung vorzubeugen, gab es allerdings zwei vorzügliche Verpflegungsstellen – jeweils mit dem Ambiente eines Schlosses. Dort gab es Kuchen, heiße Suppe, Kirsch-Pfannkuchen, Kaffee aus Porzellan-Tassen(!) – einmal sogar mit Live-Musik! Die Stationen luden also zum Verweilen ein, aber bei dem Wetter war das nicht ratsam, lieber den Puls wieder hoch treiben, um nicht zu frieren.

Die landschaftlichen Reize wären bei gutem Wetter sicher noch besser zum Tragen gekommen, aber ich bin noch nie eine Radtour gefahren, die so von Landwirtschaft, Feldern und kleinen Dörfern geprägt war. Ein besonderes Highlight war die Überquerung der Maas – nicht über eine Brücke, sondern mit einer kleinen Fähre, wo ca. 20 Radfahrer Platz hatten und die Zwangspause genossen. Ein anderer besonderer Moment stellte sich ein, als die Strecke mitten durch den einzigen amerikanischer Soldatenfriedhof „Margraten“ führte. Fast alle Fahrer hielten eine Zeitlang an, um das Memorial auf sich wirken zu lassen. Ich musste an meinen Vater denken, der als 17jähriger ganz in der Nähe von Amerikanern gefangen genommen wurde und nicht mit seinem Leben bezahlen musste wie diejenigen, die dort begraben wurden.

Die letzten Kilometer wurden immer mühsamer. Schon nah am Zielort Valkenburg machte die Strecke noch einen großen Bogen über scheinbar immer schlechtere Wege, roter Schlamm bedeckte Fahrrad und Beine, die Radbrille musste wiederholt sauber geputzt werden. Dem Material und dem Fahrer wurde alles abverlangt, wie es dem Geist der Eroica entspricht.

Das Ziel befand sich direkt auf dem Festival-Gelände. Die Fahrer kamen einzeln oder in kleinen Gruppen an, wie viele andere auch wurde ich interviewt und nach meinem Rennrad befragt, Marke „Rickert“ - in diesen Kreisen ein Begriff! Ich werde es pflegen und in Ehren halten und vielleicht mal in Italien starten - dort wo schon Coppi und Bartali über die Berge gefahren sind.

Noch ein paar optische Eindrücke:

 

 

Es gab übrigens nicht nur "alte" Rennradfahrer, aber die hatten die ältesten Klamotten. Und es gab auch einige Rennradfahrerinnen!

 

Drei-Länder-Giro in Nauders bei Dauerregen

Bericht von Maic Doberstein

Angereist bin ich mit unserer Steffi, die Fahrt nach Nauders war super, vor allem, weil ich nicht fahren musste. Allerdings war die Uhrzeit für mich um vier Uhr morgens echt hart. Aber egal, was macht man nicht alles, um mal entspannt ne Runde in den Bergen zu drehen. 

In Nauders angekommen empfing uns die Bergwelt mit super Wetter, Sonne satt, toll und ein Panorama – klasse! 

Dann das übliche Programm: anmelden, Rad klar machen, Pension beziehen. Abends dann reichlich essen für die Fahrt. 

Ganz wichtig: vor dem Bett gehen Wetter schauen im Fernsehen. Und das sah nicht gut aus. Also schnell die Kiste aus, Augen zu und nicht drüber nachdenken. 

So gegen 4:30 Uhr hat mich und wahrscheinlich noch 2999 andere Fahrer und Fahrerinnen der liebe Gott mit Blitz und Donner geweckt. Das war sehr nett. 

Also anziehen, frühstücken und mal die Nase raushalten. Na das ging ja noch, ein paar Tropfen, alles halb so wild. Doch je näher der Start kam, umso mehr Regen kam auch. Also Klamotten tätig ändern. 

Schuhe, Beinlinge, Hose kurz, kurzes Trikot, Lang-Arm-Trikot drüber und Windjacke und ganz besonders wichtig: Regenschutz! Dunkel-grau, Modell Österreich drüber, heißt Müllbeutel. Hals und Kopftuch und Handschuhe an und fertig. 

Auf zum Start, unterstellen, drei, zwei, eins und los. ACDC mit dem Lied, „highway to hell“. 

Ich hatte mich eigentlich auf den Anblick des Kirchturms gefreut, der im See aus dem Wasser schauen sollte. Ich habe keinen gesehen. 

Auch das Stilfser Joch hoch nur Regen, 90 Liter pro qm, bis fast ganz oben und wo kein Regen, da ist Nebel und wie dicht der war. Ich habe nichts von der schönen Landschaft gesehen. Oben angekommen in Kehre 1 Verpflegung aufnehmen und ganz wichtig: trockene, lange Handschuhe und ein Trikot anziehen! Hatte ich für die Abfahrt in einer Trickflasche verstaut, wollte ja bergab nicht frieren. Und bergab bis ins Tal, war es lange einigermaßen warm und kein Nebel auf der anderen Bergseite. 

Unten angekommen Streckenteilung A, große Runde nach links und B kleine Runde, Fahrer nach rechts. Also auf die große Runde an der Verpflegungsstation zum Ofen-Pass hoch, erst mal alles aus, was nass und überflüssig ist und kurz weiter, es scheint ja jetzt die Sonne. 

Auf dem Weg hoch zum Ofen-Pass so nach drei km, wie kann es anders sein, es fängt wieder an zu regnen und das bis oben hin. Es wurde dann auch nicht wärmer, sondern wieder kalt. Und die Moral war dahin. Also trampeln bis oben hin und dann wieder runter bis nach Martina. Dieses Teilstück ist eigentlich nicht sonderlich schlimm ein paar Wellen, aber nichts Schlimmes, es zieht sich halt nur so ca. 60 km bis zum letzten Pass. Aber hier war das Wetter wenigstens gut. 

Habe ich dann auch noch Einheimische auf ihren Rennmaschinen getroffen, die etwas verblüfft geschaut haben und mir nach kurzem Betteln bereitwillig ein Gel zum Lutschen gaben. Nur Öl für die Kette hatte keiner. Am letzten Pass von Martina nach Nauders rüber ist an mir noch ein Velo Club vorbei gekommen, die mir mit sehr viel Respekt und Achtung noch einen Riegel gaben und mich dann haben stehen lassen. Oben am Berg saßen die in einer Wirtschaft und sagten: „Mit Riegel geht das doch.“ Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich um ein Bier gewettet, ich hätte gewonnen.

Na sei es drum, nur noch bergab und durch das Ziel fahren. Trikot abholen und  anziehen und mit einer isotonischen Gerstensaft-Kaltschale feiern. 

Mein Fazit: Super Veranstaltung, alle sehr nett und das bei diesen Bedingungen, es haben sich sogar Österreicher morgens um 6:30 an die Straße gestellt und den Fahrern zugejubelt.

 Leider, aber auch verständlich, sind von 3000 Teilnehmer nur ca. 880 an den Start gegangen, davon haben lediglich etwas über 500 das Ziel erreicht. 

Ich denke ich werde das Ganze im nächsten Jahr noch mal angehen in der Hoffnung etwas mehr Landschaft zu sehen. 

Michael auf Platz 3!

Auftakt in die MTB Saison 2017:

SKS Bike Marathon Sundern und MTB Marathon Erndtebrück

Wegen einer kleinen gesundheitlichen Beeinträchtigung begann für mich die diesjährige Radsportsaison erst Mitte März mit sehr, sehr kurzen Ausfahrten.

So startete ich dann auch ohne große Erwartungen beim MTB Frühjahrsklassiker am 29.04. in Sundern. Dennoch war das Ergebnis recht ordentlich, ich bewältigte die 55km Mitteldistanz mit ca. 1300Hm in 2:24:16 und erreichte so Gesamtplatz 93 und Platz 12 meiner Altersklasse.

Dank eines wunderschönen Tirol Urlaubs im Mai mit einigen Trainingskilometern und vor allen Dingen vielen Höhenmetern, war ich dann für den MTB Marathon in Erndtebrück schon wesentlich besser vorbereitet. Ich versuchte mich auf der 88km Langdistanz mit ca. 2300Hm. Und es lief wirklich rund! Mit einer Fahrzeit von 4:00:29 fuhr ich auf Gesamtplatz 14 und erreichte in meiner Altersklasse Platz 3!

Zur Belohnung gab es dann bei der Siegerehrung neben einer schönen Trophäe auch noch einen großen Ring Fleischwurst um die leer gefahrenen Speicher wieder aufzufüllen…

(geschrieben von Michael Trapp)

Von Meer zu Meer durch die Pyrenäen

 

1. Etappe: St.-Jean-de-Luz nach Larrau (118 km, 2.920 hm)

Das Motto der Reise lautet „von Meer zu Meer“. Also sind wir alle zusammen zum Atlantik gefahren und haben uns dann in 2 Gruppen auf den Weg nach Larrau aufgemacht.                                        (Berichte von Helmut Böving)

Vorab sei gesagt, dass mit dieser ersten Etappe (hoffentlich) alle möglichen Missgeschicke einer gesamten Radreise vorweggenommen sind. So hat uns Andreas zunächst orientierungslos kreuz und quer durch Saint Jean de Luz geführt, da sein Navi die korrekte Karte nicht laden konnte. Dank Schwarmintelligenz haben wir dann doch den Weg zum ersten Berg, den „Col de Saint-Ignace“ gefunden. Die 170 hm haben aber nicht einmal zum Warm werden gereicht. Nach einem Abstecher nach Spanien folgte der zweite Berg, der Col d'Ispeguy mit etwa 600hm. Hier ging es eine moderate Steigung bis auf 690 Meter über NN hinauf. Dabei waren Wolken und dichter Nebel unser ständiger Begleiter. Die Luft war schwül und unangenehm.

Auf der folgenden Abfahrt hatte Andreas G. einen Bremsplatten. Die Reparatur mit Pannenmilch war eine ziemlich „sauige“ Angelegenheit, aber leider nicht besonders nachhaltig. Nach weiteren 20 km gab es einen lauten Knall und der Reifen war schlagartig wieder platt. Die nächste Panne ereilte Rainer S. kurz vor der Einfahrt in den Pass zum Col de Burdinkurutxeta. Er hatte einen Speichenbruch. Mit etwas handwerklichem Geschick konnte er dennoch weiterfahren.

Der folgende Pass hatte eine Anfangssteigung von 15% und wesentlich weniger als 11% wurde es auch nicht. Sehr schön waren an dem 17km langen Anstieg die Hinweistafeln, die alle 1000m die durchschnittliche Steigung des kommenden Abschnitts angekündigt haben. Unterwegs hatten wir am Berg durch diesiges und wolkenverhangenes Wetter dichten Nebel mit Sichtweiten von unter 20m. An der Kuppe vor einer Zwischenabfahrt riss zum ersten Mal an diesem Tag der Himmel auf und die Sonne lachte uns an. Nach einer schönen und sonnigen Pause ging es die letzten Höhenmeter bis auf 1327m über NN zum Col Bagargi hinauf.

Es folgte eine schöne und kurvenreiche 10km lange Abfahrt bis kurz vor Larrau. Nach einem letzten 2km langen Anstieg hatten wir unser Hotel erreicht, wo uns die alternative Gruppe bereits mit einem Bier in der Hand begrüßte.

Besonders beeindruckend waren heute die etwa 30 Berggeier, die in der Luft am Col d’Ispeguy kreisten.

2. Etappe: Larrau nach Bielle (124 km, 3.410 hm)

Nach einem guten und reichhaltigen Frühstück haben wir uns auf die nächste Etappe begeben. Es ging sofort in den Berg hinein. Der Nebel vom Vortag hatte sich komplett verzogen und die Sonne quälte uns bereits am frühen Morgen, während wir uns schwitzend und mit vollem Magen den bis zu 15% steilen Anstieg zum Port de Larrau hinauf quälten. Der blaue Himmel eröffnete uns den Blick auf ein wunderschönes Panorama. Eine Zwischenstation zum Port de Larrau war der Erroimendy auf 1350m Höhe. Auf eine kurze Abfahrt folgte der Anstieg zum in 1585m Höhe gelegenen Port de Larrau. Darauf folgte eine schnelle und schöne Abfahrt zum Laza-Pass und es ging wieder einen kurzen Anstieg bis auf 1129m über NN hinauf. Danach rollten wir 20 km leicht bergab. Anschließend führte unsere Route die Auffahrt zum Col de la Pierre nach Spanien hinauf. Die Steigung hielt sich mit 12% zwar in Grenzen, die Auffahrt ist allerdings 18km lang. Wir hatten mehrere Male geglaubt den Gipfel erreicht zu haben, aber dann ging es doch noch irgendwie weiter. Schließlich oben angekommen, bot sich uns eine super Aussicht auf tief hängende, weiße Wolken. Nachdem der Letzte eingetrudelt war, fuhren wir zusammen die nächste Abfahrt hinunter und hielten uns rechts Richtung Col de Labays. Diese Abfahrt hatte es dann aber in sich - schmale Straße, schlechter Asphalt, Rollsplit und Schlaglöcher. So manch einer hätte sich dann doch ein Mountainbike gewünscht. Unten im Dorf konnten wir dann an einem Brunnen unsere Trinkflaschen wieder auffüllen. Auf dem Weg zum letzten Pass, den Col de Marie Blanque, haben wir ein Zwischenstopp auf Kaffee und Cola eingelegt. Der Pass anschließend begann mit 4-5% Steigung recht moderat. Auf den letzten 3 Kilometern mutierte der Pass aber zu einer Wand und hat uns alles abverlangt. Dazu kamen etliche nervende Fliegen und Temperaturen von über 30 Grad. Dafür wurden wir aber mit einer schnellen und übersichtlichen Abfahrt bis zum Hotel in Bielle belohnt. Das Abendessen dort war gut und lecker. Den ganzen Tag gab es Sonne pur und es gab heute fast keinen Defekt. Werner´s DI2 Computer ist kurzzeitig wegen Überhitzung ausgefallen, hat sich aber glücklicherweise direkt vor der „Wand“ wieder regeneriert.

3. Etappe: Bielle nach Luz-Saint-Sauveur (76 km, 2.310 hm)

Heute war das Frühstück etwas mager. Es gab weder Wurst noch Käse. Glücklicherweise war die heutige Tour weniger anspruchsvoll. Bis auf einen kleinen Schlenker war die Etappe für beide Gruppen identisch. Daher rollten wir zusammen die 10 km bis zur Auffahrt zum Col d´Aubisque. Die folgenden 15km mit 1200hm fuhr jeder in seinem eigenen Tempo hinauf. Es war wieder ein sehr schöner Anstieg mit tollem Panorama, einigen Serpentinen und mit bis zu 13% Steigung. Oben auf 1709 m ü NN fanden wir nach und nach wieder zusammen. Wir hatten wieder blauen Himmel und Temperaturen bis 35 Grad. In der Ferne konnten wir schon unser nächstes Ziel, den Col du Soulor sehen. Zusammen fuhren wir in die nächste kurvenreiche Abfahrt. Diese war bis auf einen dunklen und feuchten Tunnel übersichtlich und schnell. Der nächste kurze Gegenanstieg führte uns dann zum 1474m hoch gelegenen Col du Soulor. Hier liefen Esel und Pferde frei herum und bettelten nach Essbaren. Die folgende Abfahrt war wieder übersichtlich und schnell und eine schöne Belohnung für die schweißtreibende Auffahrten. Unten trennten sich die beiden Gruppen kurz. Gruppe 1 fuhr einen Abstecher über den Col des Borderes. Der Pass dorthin war klein und unbedeutend und sehr verkehrsarm. Zum Glück bot uns der angrenzende Wald viel Schatten. Die Steigung mit durchschnittlich 8% (max. 12%) war gut zu fahren. Die darauf folgende Abfahrt führte parallel an einem reißenden Gebirgsbach vorbei. Diese fuhren wir im flotten Tempo bergab, der Gebirgsbach kühlte die Luft zusätzlich angenehm ab. Und plötzlich war der Besenwagen vor uns und wir rollten auf Gruppe 2 auf. Wir fuhren dann gemeinsam bis zum Ziel nach Luz-Saint-Sauveur. Einige Wenige hatten aber noch nicht genug. Nach einer kurzen Pause fuhren 4 Kumpels noch 13 km zum Pass Luz Ardiden hinauf und fügten somit weitere 1000hm ihrem Konto hinzu.

4. Etappe: Luz-Saint-Sauveur nach Vielle-Aure (73 km, 2.200 hm)

Nach dem mageren Frühstück starteten wir um 9:00 Uhr in Luz-Saint-Sauveur. Es ging erst in die falsche Richtung, um oberhalb des Ortes eine alte, historische Brücke, die Napoleon bauen ließ, zu überqueren. Dann kam auch schon der 19 km lange Anstieg zum Col de Tourmalet (2115 m ü NN). Sehr heißes Wetter, bis zu 40 Grad, machte die Tour nicht einfacher, wir mussten viel trinken. Da wird es ein Segen, dass alle 1000 m ein Schild die bereits erreichten Höhenmeter angezeigt werden. Zum Fluch wird aber die Tatsache, dass auf dem gleichen Schild die verbleibende Entfernung zum Pass und die durchschnittliche Steigung auf dem nächsten Kilometer angezeigt werden. Doch mit den letzten Kilometern steigt auch das Glücksgefühl, diesen höchsten französischen Pyrenäen-Pass bezwungen zu haben. Das Denkmal oben erinnert an Jacques Goddet, den früheren Direktor der Tour de France und Gründer der Sportzeitung L´Equipe. Hier oben waren nicht nur viele Radfahrer, sondern auch viele Motorradfahrer.
Der Wintersportort la Mongie nach ca. 4 km sah trostlos aus, die Hotelhochburg aus Beton passte nicht in dieses landschaftliche schöne Bergpanorama. Nach der langen und aussichtsreichen Abfahrt in den Ort Sainte-Marie-de-Campan kamen wir an einem Denkmal von Eugene Christophe vorbei, der dort mit einer Fahrradgabel in der Hand steht.
Besonders populär wurde Christophe mit einer Episode während der Tour de France des Jahres 1913. Auf der sechsten Etappe von Bayonne nach Luchon schickte Cricri sich an, die Tour zu gewinnen. Er erreichte die Passhöhe des Col de Tourmalet mit 18 Minuten Vorsprung auf seinen schärfsten Konkurrenten, den Belgier Philippe Thys. Mit größter Vorsicht machte Christophe sich auf die Abfahrt, doch das Glück verließ ihn, als an seinem Rennrad die Gabel brach. Die Tour schien verloren, denn Materialwagen mit Ersatz gab es zu jener Zeit noch nicht. Doch Christophe gab nicht auf. Zu Fuß, mit dem Rad auf dem Rücken, lief er ins Tal, vierzehn Kilometer bis zur ersten und einzigen Schmiede weit und breit in Sainte-Marie-de-Campan. Als sich der gelernte Schlosser an die Arbeit machte, schauten ihm strenge Kiebitze über die Schulter: Henri Desgrange (Tourgründer) und drei Kommissaren war das Pech des Rennfahrers nicht verborgen geblieben, und nun beobachten sie ebenso interessiert wie argwöhnisch, wie Eugene Christophe sich aus der Affäre zog. Mit der Wut der Verzweiflung hämmerte und schmiedete Cricri Stunde um Stunde, bis sein Rad wieder fahrbereit war - doch bevor er sich in den Sattel schwingen konnte, hatten die Kommissare ihren Auftritt. Ein Dorfjunge hatte für den Rennfahrer den Blasebalg der Feuerstelle bedient, und weil das Reglement der Tour besagte, dass fremde Hilfe verboten ist, belegten die hartherzigen Kommissare Christophe, der rund vier Stunden auf seinen Konkurrenten verloren hatte, mit einer Strafminute… Er wurde in jenem Jahr siebter.
Er nahm elfmal an der Tour de France teil, konnte aber nie gewinnen.
Nachdem wir wieder an einem Brunnen unsere Trinkflaschen gefüllt hatten, ging es in den zweiten Pass, den Col de Aspin. Auf 13 km hatten wir ca. 740 hm, aber erst die letzten 5 km wurden mit knapp 10 % etwas steiler. Oben auf der Passhöhe begrüßten uns viele freilaufende Kühe, die gerne an unseren salzverkrusteten Beine lecken wollten. Die kurvenreiche Abfahrt hat allen wieder richtig Spaß gemacht. Das Hotel in Saint Lary-Soulan erreichten wir bereits am frühen Nachmittag.

5. Etappe: Saint Lary-Soulan nach Saint-Girons (137 km, 3.500 hm)

Morgens in Saint Lary-Soulan schien schon erbarmungslos die Sonne. Nach dem guten Frühstück fuhren wir diesmal in drei Gruppen los, einige wollten an diesemTag etwas flacher fahren. Gruppe drei hatte ca. 600 hm, Gruppe zwei ca. 2400 hm und Gruppe eins ca. 3500 hm vor sich. Leider mussten wir auf Carsten Sch. verzichten, der nach seinem Sturz (Platten in einer Kurve) auf der letzten Abfahrt am Vortag, doch nicht mehr weiterfahren konnte (Prellungen und Hautabschürfungen).
Es ging direkt ohne sich einzurollen in den Pass Col de Val Louron-Azet, ca. 800 hm bis auf 1580 m hinauf. Als auf den letzten 2 km ein Mountainbiker mit Elektromotor uns zügig überholte, musste Jörg K., unser bester Fahrer, zwar kurz überlegen, fuhr dann aber doch hinterher, holte ihn noch ein und war sogar vor ihm oben auf dem Pass, klasse Leistung! Nach der Abfahrt ging es direkt in den zweiten Pass Col de Peyresourde hinein, ca. 600 hm bis auf 1569 m. Berühmt geworden ist dieser Pass, weil er ein Pyrenäen-Klassiker der Tour de France ist. An diesem Schlussanstieg bei der Tour de France schrieb Lance Armstrong einmal Geschichte, als er zu nahe an einem Zuschauer entlang fuhr und an dessen Tasche mit dem Lenker hängen blieb und stürzte. Jan Ullrich griff damals nicht an, sondern wartete auf Lance, der dann voller Adrenalin sogar diese Etappe gewann.
Auch nach dieser wunderschönen Abfahrt ging es für uns wieder direkt in den dritten Pass, den Col de Portillon. Auch dieser Pass wird oft bei der Tour de France gefahren, ein kleiner, harter Pass, bis max. 12 % Steigung. Es ging bis auf 1293 m. Auf der Passhöhe fuhren wir wieder einmal nach Spanien hinein. Die Abfahrt hatte keine Kurven, sondern immer nur gerade Stücke mit einer Kehre am Ende. Unten hatten wir das erste Rollerstück an einem Fluss entlang, Windschattenfahren war angesagt. Vor dem nächsten Pass fuhren wir wieder nach Frankreich, um den Col de Mente zu bezwingen. Der Steigungsschnitt lag bei ca. 10 %, es ging bis auf 1349 m hinauf. Die folgende Abfahrt war sehr gefährlich, weil viel Splitt auf der Straße lag. Alle fuhren hochkonzentriert und sehr vorsichtig, so dass wir sturzfrei unten ankamen. Der fünfte und letzte Pass, der Col de Aspet war im unteren Teil recht steil, wurde aber, je höher man kam, flacher. Der letzte Kilometer wurde aber wieder ordentlich steil. Die Abfahrt war sehr kurvenreich, aber sehr gut zu fahren. Es ging in das zweite Rollerstück über, sehr schön zu fahren, aber als Michael T. dann die Gruppe an einer kleinen Steigung stehen ließ, wäre das „Rennen“ fast eröffnet worden. Glücklicherweise hatten Karsten V. und Rainer S. ein Machtwort gesprochen, so dass die schöne Tour einen tollen Abschluss hatte.
Heute kamen wir durch viele schöne und kleine französische Dörfer, sehr einsame Gegend, und dadurch hatten wir auch so gut wie keinen Autoverkehr.
Das nahende Gewitter über uns haben wir aber in den Bergen gelassen, so dass wir trocken, aber schweißnass in St.-Girons ankamen. Das sehr leckere und reichhaltige Abendessen konnten wir bei klassischer Musik genießen. Auch der hoteleigene Pool wurde gerne angenommen. Spruch von Karsten V. nach dieser harten Etappe: Der Schmerz geht, der Stolz bleibt.

6. Etappe: Saint-Girons nach Ax-les-Thermes (135 km, 2.400 hm)

Nach dem Frühstück ging es morgens um 9:00 Uhr wieder los. Der erste Pass, der Col de la Core, ist ein einsamer und ruhiger Pass, der nur sehr selten Teil der Tour de France ist. Hier waren wir alleine ohne Autos und Motorrädern unterwegs, sehr schön zu fahren. Wie bei den anderen Pässen auch, konnten wir die Natur genießen. Nach 14 km Bergauffahrt hatten wir die Passhöhe von 1395 m erreicht. Nach der Abfahrt hatten wir ein wunderschönes Rollerstück, die Straße schlängelte sich parallel zum reißenden Gebirgsbach L`Arac entlang. In langer Einer-Reihe und bei hohem Tempo konnten wir im Windschatten Kräfte sparen für den zweiten Pass, den Port de Lers. Ca. 3 km vor dem Gipfel gab es ein schönes Flachstück, eigentlich schön, um die Beine zu lockern und den Puls etwas abzusenken, aber nein, einige fuhren mit viel Kraftaufwand das große Kettenblatt, um zügig nach 14 km die Passhöhe zu erreichen, denn die letzten 2 km waren mit ca. 5% auch nicht mehr so steil. Oben auf 1517 m konnten wir bei Sonnenschein und 25 Grad die herrliche Aussicht auf die Bergwelt genießen. Nach der langen, teilweise auch sehr schnellen Abfahrt, ging es die letzten 30 km flach bzw. leicht bergab nach Ax-les-Thermes. Vorne im Wind wurde von jedem ordentlich Tempo gemacht, da war der Puls höher als bei der Bergauffahrt! Wir sind dann auf die andere Gruppe aufgefahren, um gemeinsam ins Ziel zu rollen.
Zur Skistation von Ax-les-Thermes sind noch drei Mann hochgefahren (Jörg K., Rainer S. Und Karsten V.) Es waren noch einmal mühsame 800 hm.
Der Ort Ax-les Thermes mit seinen etwas über 1000 Einwohnern gehört zum Kanton Haute Ariege, war auch schon öfters Start- und Zielpunkt der Tour de France. Besonders die heißen Thermalquellen im Ort werden von den vielen Touristen gerne als Fußbad benutzt. Das Thermalbad hat sich auf die Behandlung von Rheuma und Atembeschwerden spezialisiert.
Da gerade Mitsommernacht war, war im Ort viel los, ähnlich dem Hohenlimburger Stadfest mit viel Musik und Getränkeständen.

7. Etappe: Ax-les-Thermes nach Ripoll (125 km, 2.450 hm)

Pünktlich um 9:00 Uhr starteten wir in Ax-les Thermes in zwei Gruppen. Es ging wieder mal direkt bergauf, ein schönes Tal mit einem reißenden Gebirgsbach. Der Anstieg war moderat, aber es waren fast 1700 hm am Stück. Unterwegs kamen wir an dem Abzweig zum Pass Col de Puymorens vorbei, hier bog die andere Gruppe ab. Wir wollten noch nach Andorra, bzw. auf den Port de Envaliera, den höchsten Pass mit 2408 m in den Pyrenäen! Auf der Passhöhe war es mit 22 Grad recht warm. Nun ging es zurück durch Andorra, dem Einkaufsparadies. Dort trafen wir auf Michael G., der aus der zweiten Gruppe den Abzweig verpasst hatte und fälschlicherweise nach Andorra fuhr. Es ging nun weiter bergab bis zum Abzweig, um auch den Pass Col de Puymorens zu fahren. Die Passhöhe lag zwar auf 1915 m, war aber recht locker zu fahren und mit ca. 3 km Länge eigentlich gar nicht erwähnenswert. Ab hier hatten wir für den Rest des Tages kaum Autoverkehr. Die folgende Abfahrt war wunderschön zu rollen, dann wurde es flacher. Da zwei Mann von uns schon vorgefahren waren, knallten wir zu dritt (Karsten V., Hans J und Helmut B.) mit Höchsttempo hinterher, schnelle Führungswechsel, herrlich! Aber nach einigen Ortschaften wurden wir unsicher, sind wir noch auf der originalen Strecke? Nach kurzem Warten und als dann keiner kam, fuhren wir zurück, aber keiner unserer Kollegen war zu sehen. Zu dritt alleine in Frankreich und der Sprache nicht mächtig, wurde aus dem anfänglichen Glücksgefühl schnell ein Angstgefühl. Aber nach mehrmaligem Fragen fanden wir dank der freundlichen Franzosen doch noch den Weg nach Spanien. Es ging zum Pass Collada de Toses, 1790m hoch und 22 km lang, aber nicht sehr steil, teilweise sogar flach und schnell. Natürlich fuhren wir - wie immer - so zügig, dass die Beine doch ein wenig „brannten“.
Dann kam die 25 km lange Abfahrt, später waren wir uns alle einig, dass war die schönste Abfahrt, alle Kurven waren mit „anschneiden“ voll zu fahren, da alles sehr übersichtlich und total verkehrsarm war. Die letzten 13 km wurden flacher, waren aber zügig abgespult.
Im spanischen Zielort Ripoll erwartete uns die restliche Truppe, und bei einem Bier ließen wir den Tag ausklingen. Für uns drei war es die längste Tagesetappe mit 150 km und 2800 hm.

8. Etappe: Ripoll nach L' Estartit (110 km, 800 hm)

Nach dem leckeren Buffet gestern Abend, war auch das Frühstück im La Trobada Hotel sehr gut. Gut gestärkt ging es bei bestem Wetter in die letzte Etappe von Ripoll nach L`Estartit am Mittelmeer. Diese Etappe fuhren wir gemeinsam in einer Gruppe, und nach dem Pass Col de Canes, der 1120 m hoch war, ging es mit immer wieder kleinen Anstiegen Richtung Mittelmeer. Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es bei fast 40 Grad zügig weiter. Trotz der alters- und leistungsmäßig ungleichen Gruppe fuhren wir in Reihe mit 20 Mann ein homogenes und flottes Tempo, manchmal hupten die entgegenkommenden LKW-Fahrer vor Freude. Auch in den kleinen Ortschaften, die wir durchfuhren, klatschten teilweise die Leute hinter uns her. Das Bild sah auch klasse aus, da wir alle mit einheitlichem ATS-Nahmer-Trikot fuhren. Im Zielort fuhren wir zuerst zum Strand, um ein Gruppenfoto zu machen, und einige mussten natürlich auch gleich mit der Radhose ins Mittelmeer. An der Strandbude gönnten wir uns erst einmal ein leckeres, kühles Bier.
Der Blick auf das Mittelmeer, das kühle Bier, das sonnige und heiße Wetter, der Stolz, die Tour geschafft zu haben, hat uns sehr glücklich gemacht. Wir waren uns alle einig, dass es eine sehr schöne Tour mit vielen Eindrücken war, keine leichte Tour, aber jeder einzelne konnte mit seiner tollen Leistung höchst zufrieden sein. Die gesamte Tour war mit 16.000 bis 22.000 hm ca. 800 bis 920 km lang. Und als einzige Frau kann Nadja Wohllaib besonders stolz auf ihre Leistung sein, da für sie Radsport nur das zweite Hobby ist, neben dem Reitsport (mehrfache deutsche und Europameisterin mit Islandpferden).
Abends in L`Estartit gab es das Sommernachtsfest zum Johannistag mit einem grandiosen Feuerwerk und einem großen Feuer, viel Musik und unendlich vielen Menschen am Strand.
Am nächsten Tag wurde der Besenwagen nach dem guten Frühstück gepackt. Die Taschen zuerst, darauf wurden dann die 21 Rennräder im großen Sprinter verladen, eine kleine Meisterleistung. Unser Besenwagenfahrer Jürgen Wollenweber, der durch die Pyrenäen ständig hinter der zweiten Gruppe hinterher fuhr, und Michael Göbel machten sich anschließend auf die lange Heimreise.
Die anderen fuhren mit leichtem Gepäck im Reisebus nach Barcelona. Hier konnten wir abends am Hafen die Kolumbus-Säule bewundern und in einem der vielzähligen Restaurants gut essen. Anschließend flanierten wir über die berühmte, ca. 1200 m lange Las Ramblas an Bars, Straßenhändlern und Künstlern zum Hotel.
Nach dem Frühstück gingen wir in kleinen Gruppen durch Barcelona. So schauten sich einige das Aquarium an, eines der größten und interessantesten in Europa. Andere machten mit den Touristenbussen eine sehenswerte Stadtrundfahrt an fast allen Sehenswürdigkeiten vorbei oder fuhren mit der Seilbahn den Stadtberg hinauf, so dass jeder begeistert von Barcelona war. Abends ging unser Flieger dann nach Düsseldorf, wo der Reisebus von Hausemann&Mager schon auf uns wartete. Leider gingen diese wunderschönen 10 Tage wie im Flug vorbei.

Am Ziel!

 

Himmelfahrt 2017

Eine "himmlische Fahrt" - am ersten wirklich schönen Tag des Sommers! Bei angenehmen Temperaturen konnten wir mir 23 Fahrern aus allen Leistungsgruppen eine harmonische gemeinsame Fahrt antreten. 

Hier bei einer kurzen Pause bei "Wilde Wiese".

Helmut hatte eine leicht hügelige Runde zur Sorpe ausgesucht, die aber bei diszipliniertem Tempo alle bewältigen konnten. Die große Gruppe zog überall die Blicke auf sich. Die Bollerwagen-Wanderer schauten immer ganz neidisch hinter uns her. Ab Wilde Wiese ging es dann ins Lennetal hinab und dann flach und mit zügigem Tempo zurück.

"Auch Windschattenkumpel durften mitfahren!"

Harry sieht ein bisschen angestrengt aus - aber das ist beim Giro ja auch so. (Hier übrigens die Kombi: ATS-Trikot und Windschatten-Hose!)

Durst und Hunger - die Belohnung nach der Anstrengung (dafür fahren wir ja Rad!) - konnten wie immer bei unserem Vereinsevent an Himmelfahrt auf allerbeste Weise befriedigt werden!

 

   
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