Aktuelle Hinweise  

Aktuelle Trainingsaktivitäten:

Rennrad: bei gutem Wetter dienstags und donnertags 14 Uhr am Bahnhof

samstags 13 Uhr bei "Lebus" /Reh oder nach Absprache

MTB-Ausfahrt mittwochs 18.30 und samstags 14 Uhr

Hallentraining montags 18.30 - Adler-Halle

Wichtige Termine:

Samstag, 16.12.17 Wanderung ab Adler zum Weihnachtsmarkt Letmathe

Sonntag, 31.12.17 Silvestertour zum Mesekendahl - 13 Uhr ab Adler  

Weitere Termine - siehe Hauptmenü "Termine 2017"!

 

Link zu unserem Hauptverein: ATS-Nahmer

 

 

   

Berichte aus 2015

Auf zum Matjes!

 

Am vergangen Samstag, dem 28.11.2015 stand erneut die traditionelle Fahrt zum Dahler Weihnachtsmarkt auf dem Programm. Diese Fahrt hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Winterfahrplan der ATS-Radler etabliert und lockt jedes Jahr aufs Neue zahlreiche alte aber auch immer wieder neue Gesichter an. So konnten wir in diesem Jahr neben neun ATSlern auch zwei Gäste begrüßen. Gemeinsam machten wir uns pünktlich um 14:00 ab Adler auf den Weg. Zunächst radelten wir das Nahmertal hinauf und von dort die Auffahrt zum Hobräcker Rücken in Angriff zu nehmen. Oben angekommen ging es weiter Richtung Rumscheid, dort machten wir einen kurzen Zwischenstopp bei Thomas; dieser war sichtlich überrascht von unserem Besuch. Nach einem kurzen Plausch starteten wir die Abfahrt hinunter ins Volmetal, dort angekommen ging es direkt an die wohlverdiente Matjes-Stärkung. Diese erwartete uns jedoch, wie sich später heraus stellte, zum letzten mal, da der Standbetreiber in den kommenden Jahren nicht mehr in Dahl vertreten sein wird. Sehr schade! Kurze Zeit später wurde unsere Truppe auch durch Oli und Klaus ergänzt, beide konnten leider krankheitsbedingt nicht mit dem Rad anreisen. Aber klasse, dass sie sich dieses Event trotzdem nicht entgehen ließen. Nach dem sich alle nun gestärkt hatten, nahmen wir die zweite Etappe an diesem Tag in Angriff. In Dahl querten wir die Volme um auf der gegenüberliegenden Talseite den Volmetalhangweg Richtung „Gut Kuhweide“ zu befahren. Dort angekommen stellten wir jedoch fest, dass sich der von uns erhoffte Weihnachtsmarkt noch in der Vorbereitung befindet uns erst am dritten Adventswochende startet. Dann kommen wir eben in zwei Wochen wieder… Da die Zeit nun bereits weit fortgeschritten war machten wir uns auf den Heimweg um gegen 17:00 in Hohenlimburgs zweitem Wohnzimmer, der Klamotte, den Tag gesellig ausklingen zu lassen.  

Jens - the Ultra-Man

Gekämpft, gequält, gelitten.

Der Jubiläumslauf findet alle 5 Jahre statt, und nach 2010 war es dementsprechend der 2. Jubiläumslauf. Wenn man dann also die Möglichkeit hat, an so einem Lauf teilzunehmen, sollte man es machen. Schnell angemeldet und nicht weiter drüber nachgedacht. Einen Trainingsplan für die 100 km hatte ich auch schnell im Internet gefunden.Der gefiel mir aber überhaupt gar nicht, weil man nur laufen sollte - langweilig. Also erst überhaupt nicht ausgedruckt.

Vor dem Röntgenlauf nahm ich noch an zwei weiteren Laufwettbewerben teil, die aber nur zum KM- und HM-Sammeln gedacht waren. Den Phoenixsee-Halbmarathon lief ich in 1.45 Std. und den Falke Rothaarsteig Marathon in 4std 15 min mit 829 HM - schneller als ich mir vorgenommen hatte ;). Den Rothaarsteig Marathon verkraftete ich sehr gut ohne Muskelkater oder sonstige Leiden und er gab mir auch das nötige Selbstvertrauen für den 100er eine Woche später.

Beginn meiner Ultralauf-Karriere:

Start war nachts um 3.00 Uhr Winterzeit in Lennep. Wir waren zu dritt und im Großen und Ganzen war der einzige Plan: Hauptsache ankommen. Zeiten hatten wir uns trotzdem vorgenommen. Wir wollten 50 km jeweils um die 6 Std. laufen. Den ersten Halbmarathon liefen wir in 2.20 Std. durch die Nacht. Kurz verpflegt und dann liefen wir zum Start/Ziel-Bereich nach Lennep zurück. Dort angekommen, hatten wir den ersten von zwei Marathons in 5:10 Std. geschafft. Dazu muss man sagen, dass der erste Teil der Strecke der mit den meisten Höhenmetern ist. In der Turnhalle lagerten unsere Wechselsachen. Schnell umgezogen und in kurz-kurz ging es weiter. Die kleinen Steigungen waren wir bis hierhin langsam gelaufen, alles andere waren wir schnell gegangen. Während des gesamten Laufes unterhielten wir uns ständig, um bloß nicht zu schnell zu werden. Verrückt! - da bist du in einem Rennen und zwingst dich zum Langsamlaufen. An den Verpflegungsstellen hielten wir uns immer 3-5 Min. auf, um etwas zu trinken und zu essen. Beim Röntgenlauf ist das so, dass Vereine die VPs übernehmen, und die geben sich richtig Mühe. Was man so alles isst! Man darf gar nicht drüber nachdenken. Zum VP gegangen und ein Gel aus dem Laufrucksack genommen,  beim VP Schmalzbrot mit Cola, anschließend ein Stück Banane mit Riegel und das Ganze mit Iso-Getränk runtergespült. Hier mal ein Danke an meinen Magen. Auch bis km 60/70 lief alles wunderbar. Es war zwar anstrengend, machte aber auch immens viel Spaß.

Der letzte „Halbmarathon“:

Bähm! Der Mann mit dem Hammer war da und brachte seine ganze Familie mit. 80 km lief alles wunderbar und jetzt? Nichts ging mehr. Die Steigungen konnte ich nur noch mit kleinen Trippelschritten nehmen. Mein Mitstreiter konnte noch große Schritte bergrauf machen. Das Anlaufen tat einfach nur noch weh. Anstatt bergrunter zu laufen, gingen wir langsam. Wir schimpften im Chor. Die ständigen Blicke auf die Laufuhr waren auch eher demotivierend. Ab KM 85 legten wir sogar Gehpausen auf der Geraden ein. Und immer wieder anlaufen. Aua. Meine Knie hatten keine Lust mehr auf Bewegung, aber so kurz vor dem Ziel hätte ich alles in Kauf genommen, um zu finishen. Die Zeit und die Meter krochen und ich auch. Thorsten, mein Laufpartner, hatte sich ein kleinen Vorsprung erlaufen, wartete aber immer auf mich. Wir brauchten für 15 km 2 Std. und 25 Min. Für 15 km - unfassbar!

Finish nach 13 Std. 30 Min. 01 Sek. und 1838 HM. 

Zum Glück holte mich meine Frau ab, denn ich war restlos am Ende. "Schnell" umgezogen und ab nach Hause. Auf der Fahrt nach Hause schlief ich bereits ein. Zu Hause unter der Dusche wurde mir schwindelig und schlecht und meine Beine waren nur noch Pudding.

Game over!

Ich bin bei diesem Lauf an meine körperlichen Grenzen geraten. Im Gegenzug hat er auch extrem viel Spaß gemacht. Zu zweit quält es sich einfach besser. 

Ob ich jemals wieder einen Hunderter laufen werde? Im Moment sage ich: Nie wieder!

"Ende" meiner Ultra-Lauf-Karriere!

 

P-Weg - 75 km können lang sein!

Der ATS beim P-Weg 2015:

45 km/1200 hm – 774 Teilnehmer

Stephanie Moldenhauer Platz 493 (7. AK) 3:07:26

Gero Schönfelder Platz 342 (64. AK) 2:50:08

Oliver Weinke Platz 339 (129. AK) 2:50:02

74 km/2000 hm – 196 Teilnehmer

Volker Renfordt Platz 90 (3. AK) 5:01:47

Lothar Heinze Platz 128 (30. AK) 5:29:47

93 km/2600 hm – 126 Teilnehmer

Michael Trapp Platz 16 (5. AK) 4:30:59

www.p-weg.de

Bericht von Volker:

In den vergangenen Jahren hörte ich die Mountainbiker immer vom P-Weg schwärmen, was das doch für eine tolle Veranstaltung sei. Und so hatte ich mir vorgenommen, dort auch einmal zu starten. Zunächst bekam ich keinen Startplatz, weil schon alle Plätze besetzt waren, im Nachrückverfahren war ich dann doch dabei. Bei den 3 Streckenlängen dachte ich mir „nimm mal die mittlere – 75 km mit 2000 hm sollte zu schaffen sein“.

Aber es war mein erster MTB-Marathon, länger als 3 Stunden war ich noch nie mit den Jungs gefahren. Das Wetter war recht bescheiden, zunächst Nieselregen und 10 Grad. Aber ein tolles Gefühl nach langer Zeit ohne jegliches Rennen mal wieder mit hunderten von Fahrern am Start zu stehen, alles sehr professionell organisiert!

Schon der erste Berg nahm kein Ende – alles schon auf dem größten Ritzel. Nach dem zweiten langen Anstieg tat mir der Rücken weh, ging später zum Glück wieder besser. Hab versucht immer ein paar Leute in Reichweite zu haben und so hatte ich dann unten im Tal 5 Leute vor mir und konnte zügig im Windschatten mitrollen. Leider kam zu bald der nächste Anstieg und 87 kg forderten ihren Tribut. Die Räder waren inzwischen schon ziemlich eingesülzt. Habe einmal angehalten und mein Kettenschloss rausgekramt und einer um Hilfe suchenden Bikerin gegeben. Beim Schalten bekam ich auch die ersten Probleme, vom mittleren aufs kleine Blatt klemmte immer erst die Kette – also Vorsicht beim Schalten! Später kamen dann auch schwierige Passagen, aber eigentlich hatte ich keine großen Probleme, mein 29er suchte sich den Weg selbst, wenn ich nicht zu langsam war. Doch bei einer ausgewaschenen Geröll-Stelle war es dann doch so weit, gebremst und fast im Stand mit einem Baum kollidiert, dabei hat mir ein Ast das rechte Ohr aufgerissen, blutete etwas, aber hat mich nicht besonders aufgehalten. Ohne KM-Zähler unterwegs interessierten mich natürlich die Km-Angaben. Jedes Mal dachte ich: das kann doch nicht sein, du bist doch schon viel mehr gefahren. Bei 50 km war ich am Ende und der Rest war eine ziemliche Quälerei. Am vorletzten Berg ansatzweise Krampf im Bein, nach einer kurzen Pause weiter. Beim Durchfahren der Ziege war dann das Ende absehbar, aber ich musste mich unheimlich konzentrieren, um den Single-Trail am Ende ohne Fehler runter zu kommen.

Dass ich am Ende sogar aufs Treppchen durfte, war natürlich eine Belohnung für die Strapazen, aber auch der Tatsache geschuldet, dass es nicht viele über 60 gibt, die bei so etwas noch antreten.

Hut ab jedenfalls auch vor Steffi, Gero, Oliver und Lothar – ein Fitness-Beweis, der mehr wert ist als jede noch so lange Touristik.

Michaels Leistung ist noch einmal ganz anders zu bewerten: Mit 4,5 Stunden auf 93 km fährt er natürlich in einer anderen Liga und da zu den besten 20 zu gehören ist alle Anerkennung wert!

  

Challenge Allmere-Amsterdam: Jens' erste Langdistanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anreise am Donnerstag im Hotel "Van der Valk" mit abendlichem Probeschwimmen im 'Weerwater`. Nach 500 m Schwimmen im See bin ich sofort wieder raus mit dem Gedanken `Da schwimmst Du nicht - niemals schaffst Du die ganze Distanz - alles voll mit Wasserpflanzen, die einen in die Tiefe ziehen wollen.´ Bin da schon ein ziemliches Weichei.

Freitag: Briefing und Startbeutel packen, Fahrrad und Bekleidung einchecken, lief alles extrem problemlos. Abends kam dann meine Familie nachgereist.

Samstag: Raceday. 7:30 Uhr Start - ab 6:00 Uhr hatte die Wechselzone geöffnet: Nochmal das Fahrrad checken und die Wechselbeutel kontrollieren, ein bisschen Nahrung aufnehmen. 

Ab ins Wasser: Durch einen Kanonenschuss wurden die 448 Athleten auf die Reise geschickt. Durch das ganze Gedrängel und Geboxe hatte ich die Wasserpflanzen vergessen und geriet zum Glück nicht in Panik. Dafür nahm ich einige köstliche Wasserproben zu mir. 2 Runden a 1,9 km waren zu schwimmen.

Zeit: 1:18 Std. Platz 288 

Wz 1: 5 min

Bike: Und ab geht die Post: 180 km, 142  Hm - nix anderes als Vollgas war angesagt, was mir die ersten 130 km sehr gut gelang. Im Schnitt fuhr ich über 34 km/h (Werte nach Garmin), bis es dann das zweite Mal auf den ca. 35-40 km langen Deich "Oostvoardesdik" ging. Bei der ersten Runde hatten wir schon Gegenwind. War zu verkraften. Aber dann mit 36,6 km/h rauf auf den Deich und ich wurde abgebremst auf 26 km/h ohne Chance schneller zu werden. Getreten wie ein Wahnsinniger und nicht 1 km/h schneller. Fast eine Stunde nur Gegenwind, nicht ein Mal über 30 km/h gewesen. Irgendwann beginnt man zu verzweifeln. Abgebogen in den Adelaaweg und kein Wind mehr. Nix. Endlich wieder Gas geben.

Zeit: 5:37 Std. Platz 198

Wz 2: umgezogen plus 1x Dixi - 6:32 min

Run: Hunger! Hatte ich einen Hunger! Einen Riegel und vier Gels hatte ich auf dem Rad verputzt. Hatte ich einen Hunger! Den Laufkurs hatte ich geübt. 6 x 7 km wie am Hengsteysee. Ich hatte Lust auf den Marathon. Vier Versorgungspunkte gab es auf der Strecke und an jedem machte ich einen Stopp und nahm Rosinenbrötchen und Iso zu mir. So gingen die ersten 2 Runden zackig rum. Die dritte Runde lief ich ohne Stopp. Ende der dritten Runde stand meine Familie auf der Marathonstrecke - großartig!  Ich freute mich riesig. In den nächsten Runden musste ich wieder essen. Ich kam aus diesem Hungerloch nicht mehr raus. Keine Ahnung, wie das kam. Hatte ich selbst beim nüchtern Trainieren noch nie so erlebt. Der Marathon lief trotz des Hungers sehr gut.

Finish bei 11:25:48 Std. Platz 197 von 416 Finishern - topp!

Fazit: Was muss ich ändern? - Gar nicht so viel. Beim Schwimmen will ich schneller werden. Rad und Laufen kann ich so weiter trainieren. 

Essen - ein großes Thema. Muss ich mich mit befassen. Wie ich das hinbekomme, weiß ich noch nicht. 

Für meine erste Langdistanz bin ich aber extrem zufrieden!!!

Siehe auch: http://www.challenge-almere.com/

 

SKS-Marathon-Grafschaft

SKS Sauerland Marathon Grafschaft 2015    (geschrieben von Michael Trapp)

Am Samstag, den 15.08.2015 startete ich in Schmallenberg-Grafschaft beim SKS Sauerland Marathon. Während ich dort im Vorjahr mit den äußeren Bedingungen haderte, hatte ich in diesem Jahr mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Es geschah am Dienstag vor dem Marathon auf einem heimischen Trail. Ein „wenig viel“ zu schnell, deswegen die Linie nicht ganz sauber gefahren und schon war es passiert: Ein spektakulärer Sturz mit einer fast 4 Meter langen Flugphase und äußerst unsanfter Landung, Autsch! Ich zog mir klaffende Wunden am linken Knie und Ellenbogen zu, beides war sofort dick geschwollen. Dazu noch schmerzende Rippen. Also keine wirklich guten Voraussetzungen, um bei einem MTB Rennen zu starten. Da sich bei der Erstversorgung im Krankenhaus aber herausstellte, daß nichts gebrochen sondern alles nur geprellt war, wollte ich es unbedingt versuchen. So stand ich dann am Samstag bei herrlichstem Radfahrwetter am Start in Grafschaft.

Von Beginn an war das Tempo hoch, ich konnte aber zu meinem eigenen Erstaunen im vorderen Viertel des Feldes mitfahren. Klar schmerzten meine Blessuren, aber man muss halt auch mal die Zähne zusammenbeißen. Erst nach etwa 40km hatte ich kurzzeitig Probleme.

Wohl weil ich mein lädiertes linkes Bein unbewusst geschont hatte, wollte mein rechtes Bein krampfen. Nach einer kurzen Pause und etwas dehnen ging es aber problemlos weiter und ich konnte wieder Boden gut machen. Am Ende erreichte ich nach 59km mit einer Zeit von 2:43:31 das Ziel. In meiner Altersklasse belegte ich Platz 11, in der Gesamtwertung Platz 30 und erreichte damit meine bisher beste Platzierung in Grafschaft.   

   
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