Aktuelle Hinweise  

Aktuelle Trainingsaktivitäten:

Rennrad: bei gutem Wetter dienstags und donnertags 14 Uhr am Bahnhof

samstags 13 Uhr bei "Lebus" /Reh oder nach Absprache

MTB-Ausfahrt mittwochs 18.30 und samstags 14 Uhr

Hallentraining montags 18.30 - Adler-Halle

Wichtige Termine:

Samstag, 16.12.17 Wanderung ab Adler zum Weihnachtsmarkt Letmathe

Sonntag, 31.12.17 Silvestertour zum Mesekendahl - 13 Uhr ab Adler  

Weitere Termine - siehe Hauptmenü "Termine 2017"!

 

Link zu unserem Hauptverein: ATS-Nahmer

 

 

   

Kilometerfresserrekord 2004 - Günter und Helmut

Günter Henniges und Helmut Böving: 457 km an einem Tag

Mein Freund Rainer Tiedemann hat mich zu seinem 50. Geburtstag eingeladen. Rainer wohnt in Schlagsdorf bei Ratzeburg. Die ca. 450 km lange Fahrt dorthin ist eigentlich nichts Besonderes, es sei denn, man kommt auf die Idee, diese Strecke an einem Tag mit dem Fahrrad absolvieren zu wollen.

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Diese Idee hatte ich schon seit langer Zeit. Bereits vor einigen Jahren habe ich diese Strecke - allerdings in zwei Tagen - abgefahren, alleine! Die Tour an einem Tag zu fahren - auch bei guten Verhältnissen - ein fast aussichtsloses Unterfangen. In Helmut Böving, einem der besten Fahrer der Kumpels, finde ich allerdings einen, der ebenfalls von der Idee begeistert ist. Also gesagt, getan.


Ende Juni an einem Freitagmorgen um 4:30 Uhr bei bedecktem Himmel ist Start. Bereits nach 30 km in Fröndenberg kommt der erste Regenschauer. Wir stellen uns an einer Tankstelle unter und warten ab. Zweifel kommen auf, ob die Strecke unter diesen Verhältnissen überhaupt zu schaffen ist. Der Regen lässt nach 10 Minuten nach und es geht Richtung Werl auf die B1. Mit Rückenwind und einer Geschwindigkeit von über 40 km/h kommen wir auf dem Weg nach Soest gut voran. Helmut als stärkerer Fahrer muss die ersten Stunden vorne fahren. Nur in seinem Windschatten kann ich bei der Geschwindigkeit mithalten. Ab Soest geht es über Bad Sassendorf Richtung Nord-Nordost. Der Regen hat zwar aufgehört, aber dafür bekommen wir den Seitenwind , der uns den ganzen Tag begleiten wird, zum ersten Mal richtig zu spüren. Erste kleine Pause nach ca. 95 km bei Lippstadt. Von nun an muss auch ich nach vorne. Wir wechseln die Führung alle 10 bis 15 min.. Im Flachen versuchen wir eine Geschwindigkeit zwischen 32 und 35 km/h zu halten. Durch die Porta Westfalica über Minden geht es nach Stadthagen. Endlich nach 8 Std. Fahrzeit und ca. 235 km Mittagspause. Wir essen alles: Schnitzelbrötchen, Kuchen, was der Bäcker so hergibt. So gestärkt geht es zügig weiter. Am Steinhuder Meer vorbei über Nienburg, Walsrode, Soltau, die Lüneburger Heide entlang . Mit einigen Zwischenpausen kommen wir nach Winsen an der Luhe, wo kurz dahinter die Elbe zu überqueren ist. Wir sind schon spät dran und recht müde. Dann noch eine Hiobsbotschaft: Eine Brücke in Winsen ist gesperrt. Bevor wir auf die Elbbrücke kommen, müssen wir noch einen Umweg von 15 km in Kauf nehmen. Mit langsam versiegenden Kräften kommen wir um ca. 22 Uhr in Ratzeburg an. Es fängt an zu dämmern und prompt werden wir von der Polizei angehalten. „Sie haben kein Licht am Fahrrad und können nicht weiterfahren.“ Natürlich haben wir kein Licht. Unser Ziel war es ja schließlich bei Tageslicht anzukommen. Wir erzählen lieber nicht, wo wir gerade herkommen und reden uns heraus, indem wir behaupten gleich hinter dem Ort zu Hause zu sein, was ja auch fast stimmt. Mit einigen mahnenden Worten lässt uns die Polizei ungeschoren weiterfahren. Endlich nach weiteren 8 km sind wir um 22.30 Uhr am Ziel. Bereits eingetroffene Gäste nehmen uns ungläubig, aber doch begeistert in Empfang. Nun gilt es noch in den Geburtstag hineinzufeiern, bevor wir endlich unsere wohlverdiente Ruhe finden. Die Heimfahrt fand übrigens zwei Tage später gemütlich im Auto statt.
   
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